Regionale 2013

Ideen für lebendigere Fußgängerzonen

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Ausschnitt aus dem Plan zur „Vitalisierung der Fußgängerzonen.

Meinerzhagen - Einkaufen in moderner Atmosphäre, verweilen im „Gastronomie-Quartier“ – das soll bald auch in den Fußgängerzonen „Zur Alten Post“ und „Derschlager Straße“ möglich sein.

Nachdem seit Mai 2014 entsprechende Workshops mit Anliegern und Verantwortlichen stattfanden, beschäftigt sich nun die Politik mit dem „Konzept zur Vitalisierung und Aufwertung“ der beiden Fußgängerzonen.

Schon früh unterteilte man im Planungsprozess die Arbeitsgruppen, um Derschlager Straße und Alte Post getrennt von einander zu betrachten. Für den Bereich „Zur Alten Post“ komme demnach ein gemischtes Angebot in Frage, während sich die Derschlager Straße in ein „Gastronomie-Quartier“ verwandeln könne. Fester Bestandteil dieses Quartiers soll laut Verwaltungsvorlage „attraktive Außengastronomie“ sein, die etwa über einheitliche Blumenkübel sowie einzelne Spielgeräte miteinander in Verbindung stehen.

Besondere Fläche am Krummicker Weg

Eine besondere Bedeutung soll die Einmündung zum Krummicker Weg erhalten: Dort – so die Pläne – könne eine Veranstaltungsfläche entstehen, an der sich auch eine Treppenanlage mit Sitzstufen befindet. „Sonnensegel können die Aktionsfläche markieren, wenn Dritte die Verantwortung, Auf- und Abbau und die Pflege übernehmen“, heißt es von Seiten der Verwaltung. Die Zugänge zur Derschlager von der Volmestraße und vom Krummicker Weg sollen durch künstlerisch gestaltete (von Sponsoren finanzierte) Tore betont werden.

Am Montag, 21. September, befasst sich der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt mit dem Thema (17 Uhr, Ratssaal). In der Folge ist für den Oktober eine Info-Veranstaltung für Bürger geplant.

Eine besondere Gestaltung sowie „visuelle Öffnung“ soll auch der Zugang von der Volmestraße zur Straße „Zur Alten Post“ erhalten. Angedacht sind etwa Licht-Stelen, die als wiederkehrendes Element in allen vier Volme-Kommunen Anwendung finden. Im mittleren Bereich „Zur Alten Post“ sollen nach den Ideen der Planer Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten Platz finden. Von der Installation einer im Workshop vorgeschlagenen „Pfeifenwippe“ rät die Stadt nach Gesprächen mit dem Vertreiber des Spielgeräts ab: Die Lärmbelästigung für die Anlieger sei zu hoch. Stattdessen wird der Aufbau des Spielgerätes „Merk dir was“ (Memory im öffentlichen Raum) vorgeschlagen.

Zentrale Bedeutung hat weiterhin die Verbindungsfläche von Derschlager Straße und „Zur Alten Post“: Dort soll der Pflasterbelag erneuert, die asphaltierte Fahrbahn eingefärbt werden. „Die einheitliche Farbgebung von Fahrbahn und Fußgängerbereich soll den Zusammenhang verdeutlichen“, heißt es dazu in der Verwaltungsvorlage.

Eigenanteil der Stadt liegt bei 40 Prozent

Als Bestandteil der Regionale 2013 soll auch diese Aufwertung zu einem großen Teil mit Fördermitteln finanziert werden: Die Stadt rechnet rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von rund 292 000 Euro – der Eigenanteil der Stadt würde bei 40 Prozent und damit 116 800 Euro liegen. 78 000 Euro der Gesamtkosten fallen für die Maßnahmen „Zur Alten Post“ ab (Platz im Bereich des Pflanzbeets, vier Stelen, vier neue Leuchten). Nicht in dieser Kostenaufstellung enthalten sind die Blumenkübel nebst Bepflanzung, künstlerisch gestaltete Tore an den Zugängen zur Derschlager Straße, ein Teil der Spielgeräte sowie Sonnensegel – hierfür sollen private Träger und Sponsoren gefunden werden. Zuschüsse aus dem sogenannten Verfügungsfonds könnten beantragt werden.

Die Bewilligungen im Rahmen der Städtebauförderungen stehen laut Stadt aber noch aus – für die Teilmaßnahme „Zur Alten Post“ rechnen die Verantwortlichen jedoch bereits in Kürze mit einem positiven Schreiben, die Mittel für den Umbau der Derschlager Straße seien für 2016 in Aussicht gestellt worden.

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