Kein Schützenfest

Zeltwirt fürchtet schweren Schaden

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Für die Feiern im Festzelt beim Schützenfest in Meinerzhagen, hier 2018, ist Ludger Emken zuständig. Durch die Absagen dieser und weiterer Großveranstaltungen fürchtet Emken erhebliche Einbußen für seine Branche.

Meinerzhagen/Altena - „Dieses Signal ist für uns natürlich schade.“ Mit diesen Worten reagiert Ludger Emken auf die sich abzeichnende Absage des Altenaer Schützenfestes 2021.

Er ist Geschäftsführer der Otto Kühling GmbH in Vechta, die seit vielen Jahren für den Aufbau des Festzeltes und die Bewirtung der Altenaer und der Meinerzhagener zuständig ist. Kritisieren will Emken den Vorstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft in der Burgstadt allerdings nicht: „Vielleicht ist das sogar die richtige Entscheidung“, sagt er.

So lange die Pandemie noch in den Köpfen ist, sei an ein unbeschwertes Feiern wohl kaum zu denken. Emken teilt aber die von Wolfgang Noack und Tlako Mokgadi geäußerten Bedenken, dass Künstler, Schausteller und andere von Großveranstaltungen abhängige Branchen durch das zunächst bis Ende Oktober geltende Verbot von Großveranstaltungen schweren Schaden nehmen könnten.

„Wir waren die ersten, die nicht mehr arbeiten konnten, und wir werden die letzten sein, die das wieder dürfen“, sagte Emken. Er glaube nicht, dass es ab November weitergehe wie zuvor: „Um unsere Weihnachtsmärkte mache ich mir Sorgen.“ Seine Bedenken gehen aber noch weiter: „Was ist das für eine Gesellschaft, in der nicht getanzt und gelacht wird?“, sagte er.

Dem Zusammenleben fehle etwas, wenn Feste weiterhin ausfallen müssen. Die Firma Kühling hat etwa 50 Mitarbeiter. Die meisten davon sind in 100-prozentiger Kurzarbeit. Saisonarbeiter, insbesondere aus Osteuropa, sind gar nicht erst nach Deutschland gekommen. Die Lkw des rund 60 Jahre alten Unternehmens sind abgemeldet, die Zelte werden nur noch vereinzelt gebraucht.

Kühling stellte zum Beispiel Lagerzelte für Industriebetriebe auf und kommt gerade mit Schlachtereien ins Geschäft. Dort interessiert man sich für Zelt-Lösungen, weil in den Mensen und in anderen Bereichen die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

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