Sichere Perspektiven für junge Menschen

Präsentierte sein Handwerk auf der : Sebastian Wulf von der Kiersper Fussbodenfirma Brück.

Meinerzhagen -  Firmen von A bis Z, vom Autozulieferer bis zum Zahnarzt – insgesamt 44 Unternehmen und Institutionen aus Meinerzhagen, Kierspe, Halver und dem Umkreis präsentierten sich am Mittwoch auf der Ausbildungsbörse in Meinerzhagen.

Von Martin Meyer

Um Punkt 8.30 Uhr öffneten sich die Türen der Stadthalle für interessierte Schüler aus der Region. Schließlich gilt sowohl für die Arbeitgeber als auch für die zukünftigen Auszubildenden das Sprichwort: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“.

Das Bild auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Während früher Lehrstellen Mangelware waren, werben heute Unternehmen um Nachwuchskräfte. „Wir freuen uns, dass so viele Ausbildungsbetriebe auf der Börse vertreten sind. Die Jugendlichen sollten diese schöne Gelegenheit nutzen“, sagt Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings. Die Stadtmarketingvereine Meinerzhagen und Kierspe haben sich wieder dazu entschlossen, die Börse vor den Sommerferien zu veranstalten. „Der Termin ist so früh angesetzt, damit die Jugendlichen einen attraktiven Ausbildungsplatz und die Unternehmen qualifizierte Azubis finden können“, sagt Bernd-Martin Leonidas vom Stadtmarketing Meinerzhagen.

Große und kleinere Firmen – vom ortansässigen Handwerksbetrieb, über Krankenkassen, Polizei und Bundeswehr bis hin zu Industrieunternehmen wie Otto Fuchs – warben in der Stadthalle um neue Fachkräfte. „Wir erhoffen uns einen neuen Auszubildenden. Wir sind hier, um unseren Beruf den jungen Menschen schmackhaft zu machen“, sagt Jan Brettschneider vom Meinerzhagener Heizungs- und Sanitär-Betrieb A.&M. Berges. Er vertritt einen typischen Männerberuf. Um so erstaunter ist er, dass sich vor allem viele Mädchen vor der Börse gut über diesen Handwerksberuf informiert haben. Es mache einen guten Eindruck, wenn die Jugendlichen vorbereitet sind. Das erhöhe, so Jan Brettschneider, die Chancen, schnell an einen guten Ausbildungsplatz zu kommen. Trotz des Fachkräftemangels – einen Ausbildungsplatz verschenken können und wollen die Betriebe auch heutzutage nicht. „Man muss mit Schwung und Kraft an die Arbeit gehen. Immerhin hat auch ein Auszubildender direkten Kundenkontakt und repräsentiert das Unternehmen“, meint Sebastian Falz, Straßenbauermeister aus Meinerzhagen.

Die Liste der Fragen der anwesenden Schüler war lang: „Wie lange dauert die Ausbildung“ und „Wie viel Gehalt bekomme ich?“. Doch die Realschülerinnen Vanessa Schemig, Janina Matwich und Caroline Spandel wollten vor allem von den Ausbildern wissen, wie sicher die Jobs in der Zukunft sind. „Wichtig ist, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen. Die Schüler können sich hier über gute Firmen informieren, die vor Ort Fachkräfte auch über die Ausbildungszeit hinaus brauchen. Den jungen Menschen werden so Lebensperspektiven aufgezeigt“, meint der Kierpser Bürgermeister Frank Emde.

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