Bis zu 1000 Schüler am Rothenstein auf Berufserkundung

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Viele Unternehmen – wie hier die Firma Kostal aus Lüdenscheid – stellten sich auch ganz praktisch vor.

Meinerzhagen - Eine Ausbildung oder doch ein duales Studium? Vielleicht erst einmal ein Praktikum?Wie finde ich den für mich richtigen Beruf? – Viele Fragen auf dem Weg ins Berufsleben. Manche Antworten gab es am Freitag während der Ausbildungsbörse im Schulzentrum Rothenstein.

Die Kommunen „Oben an der Volme“ möchten heimischen Jugendlichen mit der Ausbildungsbörse, die in diesem Jahr in Meinerzhagen stattfand, Hilfestellung geben, den „richtigen“ Beruf zu finden. 

Insgesamt 52 Unternehmen aus der Region stellten sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor, von Ausbildern und auch von Auszubildenden selbst gab es Informationen aus erster Hand. 

Zwischendurch wurde es eng im Eingangs- und Aulabereich der Sekundarschule: Bis zu 1000 Schüler der beteiligten Städte Halver, Schalksmühle, Kierspe und Meinerzhagen gingen gestern auf Erkundungstour, am Nachmittag auch zahlreiche Eltern. Viele Firmen hatten weit mehr als Broschüren, Kulis und Souvenirs dabei – sie stellten ihre Produkte und ihre Arbeit ganz konkret an Modellen oder kurzen Filmen vor. 

Besonders gefragt: die Polizei. Nicht verwunderlich für Einstellungsberaterin Saskia Hippe: „Die Polizei ist immer ein Magnet.“ Auch gestern gab es daher viele gezielte Nachfragen über die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen. Die Beamten machten auch die Anforderungen bei den Einstellungstests deutlich und erklärten, dass unter den Tausenden von Bewerbern auch „gesiebt“ werde: „Es gibt ein Grobraster und ein Feinraster.“ 

Dicht belagert war der Stand der Bundeswehr. „Egal wo wir sind, das Interesse ist immer groß, obwohl die Wehrpflicht seit 2011 ausgesetzt ist“, berichtete Hauptfeldwebel Yvonne Stadie, die fast ohne Pause Fragen beantwortete und die über 60 verschiedenen Berufsmöglichkeiten – vom Bürokaufmann bis zum Kfz-Mechatroniker – vorstellte. 

Ausbildungsbörse in Meinerzhagen

Die beste Werbung für „ihre“ Firmen machten die Auszubildenden selbst. Tristan Bräutigam ist einer von ihnen. Bei der Aldi Nord GmbH absolviert er ein duales Studium: „Ich habe es nicht bereut und würde das immer wieder machen.“ Seine beruflichen Aussichten seien gut: „Viel Verantwortung, bereits in jungen Jahren“, motivierte der Azubi gestern zusammen mit seinen Kollegen die jungen Besucher der Börse, bei der Berufswahl genau hinzuschauen und die Chancen auszuloten. 

„Passgenau besetzen“, darauf kommt es auch Ralph Näscher von der SIHK an, der das gleichnamige Projekt vorstellte, bei dem die Industrie- und Handelskammer als Berater und Vermittler zwischen Jugendlichen und Unternehmen fungiert. Von den beteiligten Firmen gab es gestern positive Resonanz – „Es sind alle gut vorbereitet“, lobte Kostal-Ausbilder Jürgen Linnepe – und auch die Schüler zeigten sich fast durchweg zufrieden: „Toll, dass hier so viele Betriebe auf einmal sind“, lobten sie. „Schade, dass es fast überall in technische Richtungen geht“, bemängelte eine Schülergruppe.

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