Märkischer Kreis entscheidet

Kein Tempolimit, kein Schallschutz

Unfallgeschehen auf der Oststraße
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Im Oktober 2020 war es in Höhe des Penny-Marktes zu einem schweren Unfall gekommen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Oststraße wird in diesem Bereich dennoch nicht herabgesetzt

Es war eine Anfrage des FDP Ratsherrn Christian Schön, auf die Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck, als Überbringer der Entscheidung des Märkischen Kreises, eine Antwort gab. Im Oktober vergangenen Jahres war es zu einem Unfall im Kreuzungsbereich B54/Zum Eickenhahn gekommen. Die daraus resultierende Frage: Hätte ein Tempolimit von 50 km/h das verhindert?

Meinerzhagen - Nach einem Ortstermin Anfang Mai gab es nun die klare Aussage des Märkischen Kreis. Der verpackt das eigentliche Nein in seinem Schreiben an die Stadt mit den Worten: „Dies begründet sich insbesondere hierin, dass eine aktuelle 3-Jahres-Unfallauswertung der Kreispolizeibehörde keine signifikanten Verkehrsunfälle ausmachen konnte, die eine besondere Gefahrenlage begründen und damit die Tatbestände des § 45 Abs. 9 StVO bejahen würde“.

Gleich ein doppeltes „Nein“ bekam der Valberter Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck auf seine Anfrage beziehungsweise seine Bitte an die Verwaltung zu hören: Wiederum war es Jürgen Tischbiereck, der dieses übernahm. Thematisch ging es um eine mögliche Temporeduzierung auf der L 539 im Bereich der Ortszufahrten von Valbert. Ebenso um die vermeintlich negativ verändert Lärmemissionen im Bereich Krabben. Hier hatte Straßen.NRW die sogenannte Gehölzpflege vorgenommen und zahlreiche Büsche, Sträucher und Bäume beschnitten oder entfernt. Anlieger beklagten seit dem höheren Verkehrslärm.

Letzteres erläuterte Jürgen Tischbiereck mit der optischen Wahrnehmung. Eine tatsächliche Verschlechterung der „Lärmlage“ schloss er im Wesentlichen aus. Aber auch in der Ratssitzung am Montag hatte die Valberter Bürgerin Ingrid Becker sich über Lärm durch die Straße beschwert (siehe 1. Lokalseite).

Zum Tempolimit gab es den Hinweis, dass sich die Stadt und der Kreis schon mehrfach unter Einbeziehung des Landesbetriebs gekümmert hätten und es bei der negativen Entscheidung bleiben müsse.

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