Regionale-Begeisterung: "Einfach großartig"

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Meinerzhagen - Die erfolgreiche Regionale-Bewerbung für die Jahre 2022 oder 2025 stößt auch in Meinerzhagen auf Begeisterung.

Der Umbau der Villa im Park zum Kulturzentrum „Oben an der Volme“; der neue, schmucke Busbahnhof; der Volmetal-Radweg und nicht zuletzt das Stadthallen-Umfeld – das Landes-Förderprogramm Regionale 2013 hinterlässt in Meinerzhagen deutlich sichtbare Spuren. Millionenbeträge wurden und werden in der Volmestadt investiert. Und weitere könnten nun folgen. 

Bei der Regionale 2013 flossen in Südwestfalen insgesamt mehr als 150 Millionen Euro an Fördergeldern in viele verschiedene Projekte. Darunter auch für den Umbau der Siegener Innenstadt, den Burgaufzug in Altena, die Denkfabrik in Lüdenscheid oder die Attraktivierung des Lenne-Ufers. Möglich wurde das alles nur durch die Landesförderung. Deshalb ist die Hoffnung nun groß, dass erneut kräftig auch in Meinerzhagens Infrastruktur investiert werden kann. Denn: Die Region Südwestfalen hat erneut den Zuschlag für die Regionale bekommen (wir berichteten) – Meinerzhagen ist also mit „im Boot“. 

Ob die Fördermittel im Jahr 2022 oder 2025 fließen werden, wurde von der Landesregierung allerdings noch nicht mitgeteilt. Noch gibt es auch keine konkreten Regionale-Projekte. Nur so viel: Es sei bei der Bewerbung richtig gewesen, auf die Zukunft der jungen Menschen zu setzen und die Digitalisierung in allen Lebensbereichen, sagte Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur in Olpe. 

Volme-Kooperation soll fortgeführt werden

„Ich habe mich riesig über den Zuschlag gefreut, das ist großartig.“ Bürgermeister Jan Nesselrath sieht in der zweiten Regionale eine große Chance – auch für Meinerzhagen. Er möchte bei der Umsetzung von konkreten Projekten auf die „bewährte Zusammenarbeit der vier Kommunen oben an der Volme“ setzen. Unter den vier Bürgermeistern aus Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle habe es in Sachen Regionale auch bereits einen ersten Kontakt gegeben. Um Details habe es dabei allerdings noch nicht gehen können. „Dazu war die Entscheidung pro Südwestfalen einfach noch zu frisch.“ Eine Zusammenkunft der Bürgermeister sei jetzt „um die Osterferien herum“ geplant.

Hoffnung zum Thema Wanderbahnhof 

Michael Krause ist beim Stadtmarketing Sprecher für den Bereich Tourismus. Auch er freut sich über die Zusage: „Ich erhoffe mir durchaus Chancen für diesen Bereich“, sagte er gegenüber der MZ. Mobilität und vor allem die Digitalisierung seien durchaus Themen, die für den Tourismus eine große Rolle spielen würden. „Etwa beim Thema Wanderbahnhof, wo sich digital Angebote präsentieren lassen könnten“, erläutert Krause. „So etwas kostet Geld und wäre ohne Zuschüsse kaum zu bewältigen“, fügt Krause hinzu. Und er hat einen Tipp parat: „Für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Regionale ist jetzt ein cleveres Planungsbüro nötig.“ 

Digitaler Ausbau auf der Agenda

Die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist ein Ziel, das sich – passend zur neuerlichen Regionale-Bewerbung – Politik und Verwaltung auf die Fahnen geschrieben haben. Auch hier könnte das Förderprogramm einen Schub für Meinerzhagen geben. Bereits jetzt hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Förderantrag zum Breitbandausbau im Märkischen Kreis genehmigt. 12,6 Millionen Euro stehen in „MK“ nun zur Verfügung. 

Katharina Suerbier von der städtischen Wirtschaftsförderung freut sich über die Entwicklung. „Auch Meinerzhagen wird profitieren und wir werden eng mit der Südwestfalen-Agentur zusammenarbeiten.“ Was genau der Regionale-Zuschlag nun speziell für Meinerzhagen bedeuten könnte, weiß sie natürlich noch nicht: „Digitalisierung ist ein großer Bereich. Wir müssen nun gucken, was wir uns eventuell rauspicken können. Aber dass wir in diesem Bereich weiterhin etwas tun müssen, ist klar. Andere schlafen schließlich auch nicht.“

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