Stadthallen-Zukunft: Rat stimmt weiterem Vorgehen zu

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Ingolf Becker verlas gestern im Rat eine Stellungnahme der Grünen zur Zukunft der Stadthalle.

Meinerzhagen - Auch die letzte Sitzung vor der Sommerpause stand ganz im Zeichen der Stadthalle: Wie berichtet, soll das Gebäude mithilfe von Fördermitteln des Bundes und des Landes saniert werden. Dafür ist jedoch eine Gesamtkonzeption notwendig, die durch ein Architekturbüro erstellt werden muss. Der Rat winkte am Montag sowohl das weitere Vorgehen als auch die kalkulierten Kosten für dieses Konzept durch.

Es gab jedoch zwei Gegenstimmen: Linke und Piraten kritisierten die mangelnde Bürgerbeteiligung und lehnten das von der Verwaltung sowie den übrigen Fraktionen vorgestellte Modell ab.

Zustimmung gab es indes von einer Fraktion, die sich in Sachen Stadthalle nur wenig Freunde in den übrigen Parteien gemacht hatte: Für die Grünen verlas Ingolf Becker eine Stellungnahme, in der seine Fraktion dem weiteren Vorgehen zwar zustimmt, Bedenken hinsichtlich einzelner Punkte jedoch deutlich wurden. So etwa bezüglich der Parksituation, der Dimensionierung eines möglichen neuen Anbaus oder der konkreten Einbeziehung der Bürger.

Bürgermeister Jan Nesselrath betonte daraufhin, dass die Stadt bis zur Realisierung eines (noch nicht erstellten) Konzeptes noch weitere Vorgaben machen werde, über die diskutiert werden könne. Wie Raimo Benger (UWG) begrüßten auch Kai Krause (FDP), Volkmar Rüsche (CDU) und Petra Freudenreich (SPD) den nächsten Schritt, der jedoch nicht zum Nulltarif zu haben sein wird: Für das Gesamtkonzept müssen circa 110 000 Euro einkalkuliert werden, die durch den Wegfall der Kosten für eine grundlegend neue Brandmeldeanlage der Stadthalle gegenfinanziert werden sollen.

Ebenso wie Dietmar Lüling (CDU) erinnerte auch der Bürgermeister nochmals an den recht engen Zeitplan, den die auslaufende Städtebauförderung im Rahmen der Regionale verlangt. Bis Ende 2017 muss ein Gesamtkonzept verabschiedet sein und vorgelegt werden. Ein Bürgerbegehren, das Georg Follert zur Sprache brachte, verhindere jedoch die Einhaltung dieses Zeitplans, sagte der Jan Nesselrath gestern. Eines Zeitplans, der nicht zuletzt durch die Grünen so eng sei, wie Kai Krause ergänzte.

Dass auch die Öffentlichkeit großen Anteil am Thema nimmt, verdeutlichte indes die Zahl der Zuhörer: Viele Bürger hatten sich gestern im Ratssaal eingefunden, um aus erster Hand die Positionen der Parteien zu erfahren – aber auch, um mitzureden. Die Beteiligung der Bürgerschaft durch ein gezieltes Brainstorming kam dabei ebenso zur Sprache wie die Forderung, die Belebung des künftigen Volmemarktplatzes nicht zu vernachlässigen. Ein weiterer Bürger stellte sich indes gegen die Ansiedlung von Einzelhandel an der Stadthalle. „Davon haben wir an anderer Stelle genug“, war die Meinung.

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