50 Arbeitsplätze fallen bei Pampus Automotive weg

Von den 230 Beschäftigten am Pampus-Standort Meinerzhagen werden 50 ihren Job verlieren.

MEINERZHAGEN ▪ Über dem Industrieareal in Scherl scheint kein guter Stern zu stehen. Erst gingen hier die Lichter bei Battenfeld unter der Ära der Düsseldorfer SMS aus. Jetzt steckt auch die in die Immobilie 2008 eingezogene Firma Pampus Automotive in tiefen Schwierigkeiten.

50 der zurzeit hier rund 230 Arbeitsplätze des Unternehmens werden im Zuge des zurzeit laufenden Insolvenzplanverfahrens abgebaut. Das teilte auf Anfrage unserer Zeitung Matthias Braun als Sprecher des eingesetzten Hagener Insolvenzverwalters Dr. Dirk Andres mit.

Eine schlechte Nachricht für die Mitarbeiter und die Volmestadt. Immerhin aber soll der Standort nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen auch langfristig erhalten werden. Ganz anders sieht das offenbar für den erst zum 1. Januar 2009 von der Faurecia Gruppe übernommene Produktionsstandort in Unna-Königsborn und dessen 372 Mitarbeiter aus. Dort wird es nach Mitteilung des Betriebsrates zum Monatsende zunächst voraussichtlich rund 100 Kündigungen geben. Und es ist davon auszugehen, dass dieser Standort mittelfristig komplett geschlossen wird. Der Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte gegenüber unserer Zeitung lediglich den Erhalt von drei deutschen Standorten: Neben Meinerzhagen noch Remscheid (16 Mitarbeiter) und Meerane in Sachsen (87 Mitarbeiter).

Was die beabsichtigten 50 Kündigungen in Meinerzhagen betrifft, werde „im Einvernehmen mit dem Betriebsrat“ eine Auswahl nach sozialen Kriterien getroffen, sagte Braun. Den gekündigten Mitarbeitern solle die Möglichkeit gegeben werden, für sechs Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Pampus Automotive hatte zum Zeitpunkt der Übernahme der Faurecia-Autositze-Produktion in Unna bereits den Standort Hengersberg mit rund 200 Mitarbeitern geschlossen. Wie in Meinerzhagen handelte es sich dabei um eine einstige Betriebsstätte der Firma Huperz Automotive mit Hauptsitz in Attendorn. 2007 war dieses Unternehmen von dem Hammer Unternehmer Werner Pampus gekauft worden. Der komplette Huperz-Standort Attendorn und damit auch die Firmenzentrale der neuen Pampus Automotive war 2008 nach Meinerzhagen verlagert worden.

Am 12. Mai dieses Jahres hatte die Geschäftsleitung von Pampus Automotive überraschend Insolvenzantrag gestellt. In einer offiziellen Firmenmitteilung wurde dies mit „mangelnder Kapazitätsauslastung insbesondere des Werkes in Unna“ begründet. ▪ -fe

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