Fachtag beim Arbeitskreis „Hilfe für Kids“

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Sie haben im beruflichen Alltag in den unterschiedlichsten Einrichtungen und bei den verschiedensten Trägern mit Kinder und Jugendlichen zu tun. Auch deshalb kamen sie mit großem Interesse zum Fachtag in das Evangelische Tagungszentrum.

Valbert - Sie treffen sich seit gut 20 Jahren regelmäßig einmal im Monat, die Mitglieder des Arbeitskreises „Hilfe für Kids“, um sich mit den vielschichtigen Problemen der jungen Menschen zu beschäftigen. Und dabei ist es stets auch das Ziel, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, mit denen diese im Vorfeld verhindert werden können.

Am Dienstag stand im Haus Nordhelle ein Fachtag unter dem Titel „Hilfe – Ich habe einen Verdacht“ auf dem Terminplan. In Kooperation mit dem Jugendamt des Märkischen Kreises, dem Märkischen Kinderschutzzentrum „AufWind“ Attendorn und dem Ortsverein Meinerzhagen-Kierspe der GEW, ging es um den Themenschwerpunkt der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

Nach einer kurzen Begrüßung von Anette Kulosa-Regh gab es zunächst in einem Vortragsblock von Rainer Martin vom Märkischen Kinderschutzbund eine sehr detaillierte Betrachtung der Sachlage. Darin erläuterte er den rund 80 Besuchern aus den verschiedensten Organisationen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit das Entstehen der heutigen Sichtweise der unterschiedlichsten Formen von Sexualität. Sichtlich beeindruckt waren diese von den Ausführungen zur Frage „Was ist noch normal in der Sexualität von Jugendlichen?“, bei denen er auch die Verbindung und den Einfluss der Internetnutzung aufzeigte.

Im zweiten Abschnitt ging der Referent dann auf die sexuellen Übergriffe im sozialen Nahraum durch Erwachsene, aber auch durch Kinder und Jugendliche selbst, sowie von Mitarbeitern in Einrichtungen ein. Klare Kernaussage hierbei: Es ist wichtig, durch entsprechende Kooperationen bei einem vorhandenen Verdacht tätig zu werden. Und: „Durch Vorbeugung kann viel vermieden werden.“

Wie speziell in dieser Hinsicht effektiv vorgegangen werden kann, darüber berieten die Tagungsteilnehmer in mehreren Workshops am Nachmittag. Mit der Vorstellung der Ergebnisse aus diesen und einem Ausblick mit Ideen für und aus dem Arbeitskreis „Hilfe für Kids“ endete am Nachmittag die Veranstaltung.

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