Nicht alltägliches Versorgungsmodell

Diplom Kaufmann Ingo Jakschies stellte das Modell des Gesundheitscampus Sauerland in Balve vor. - Foto: Helmecke

Meinerzhagen - Bereits zum fünften Mal hatte die heimische Bundestagsabgeordnete Petra Crone zum Arbeitskreis „Demografie – lebenslanges Lernen“ eingeladen. Und trotz der fast schon begonnenen Urlaubszeit, konnte sie mehr als 20 Personen am Donnerstag im Haus Nordhelle begrüßen.

Diese hörten einen interessanten Vortrag über ein nicht alltägliches, medizinisches „Versorgungsmodell“. Vertreter der unterschiedlichsten Organisationen erfuhren vom Geschäftsführer des Gesundheitscampus Sauerland in Balve, Ingo Jakschies, detaillierte Fakten über die Entstehung, den Betrieb und die Zukunftsperspektiven der Einrichtung.

Dabei zeigte sich, dass schon bei der Grundsatzentscheidung, diese neuartige Form der medizinischen Versorgung zu realisieren, ein Fakt besondere Bedeutung hatte: Das bürgerschaftliche Engagement. Durch die Schließung des ehemaligen Balver Krankenhauses und dem infolge geplanten Abrisses des Gebäudes, wurden die Bürgerinnen und Bürger mobilisiert, andere Wege für eine gute medizinische Betreuung zu beschreiten.

Unter der Beratung des heutigen Geschäftsführers, der sich dabei auf eine langjährige Berufserfahrung im „Krankenhauswesen“ stützen konnte, wurde das heutige Konzept entwickelt.

Eine Bürgergesellschaft in Form einer GmbH & Co KG, verbunden mit einer am Ende des Prozesses stehenden Bürgerstiftung, vermietet die Räume nebst grundlegender Ausstattung an die verschiedensten Ärzte. Aber auch an Dienstleister im Pflegebereich oder in der Betreuung.

Neben anderen Kooperationspartnern, ist dabei auch das Katholische Krankenhaus in Unna mit einbezogen, dessen Ärzte im Rahmen eines Medizinischen Versorgungszentrum im ehemaligen Krankenhaus Balve ihren Dienst versehen. Für den reibungslosen Ablauf „unter einem Dach“, sorgt zudem Betreuung durch die Mitarbeiter der GmbH.

Nicht ohne einen gewissen Stolz konnte deren Geschäftsführer berichten, dass im Moment schon zwei Drittel der Gesamtfläche von rund 5200 Quadratmetern „belegt“ sind und der „Rest“ bis zum Jahresende vergeben sein soll. Betrachtet man die Bandbreite des vorhandenen und des geplanten Angebotes, dann ist eines ganz deutlich: Mit dem Gesundheitscampus Sauerland in Balve wird den Betroffenen eine umfangreiche und wohnortnahe Versorgung angeboten, die zudem durch die Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern zum Vorteil der Patienten komplettiert wird.

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