Arbeitskreis Flüchtlinge: Susanne Berndt ist neue Sprecherin

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Susanne Berndt engagiert sich ehrenamtlich für andere Menschen. Die neue Sprecherin des „AK Flüchtlinge“ kochte am Freitag Graupensuppe im Sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“.

Meinerzhagen - Etwa 300 Flüchtlinge leben zurzeit in Meinerzhagen. Unterbringung, Betreuung, ärztliche Versorgung und die Ernährung der Hilfesuchenden – für die Stadt ist das eine Herkulesaufgabe. Gut, dass es in der Volmestadt den Arbeitskreis Flüchtlinge gibt, der sich ebenfalls um diese Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern kümmert.

Sprecher des Zusammenschlusses sozial engagierter Meinerzhagener unter dem Dach des Sozialen Bürgerzentrums „Mittendrin“ ist seit Dezember 2014 Hermann-Josef „Hejo“ Lobner. Jetzt wurde er jedoch aus diesem Amt verabschiedet. Aus privaten Gründen möchte Lobner künftig etwas kürzer treten.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Awo-Treff in der Stadthalle verabschiedete Mittendrin-Vorsitzender Rolf Puschkarsky Lobner. „Wie viele Stunden sind von dir geleistet worden. Hejo, du bist bei vielen Menschen in Meinerzhagen und bei den zu uns gekommenen Menschen so etwas wie ein Leuchtturm. Ein Leuchtturm zeigt im Dunkeln anderen den Weg zum Ziel. Du bist so ein Wegweiser, der leuchtet und Menschen zum Ziel führt.“

In Anlehnung an seine Ausführungen überreichte Puschkarsky dem scheidenden Lobner zwei kleine Leuchttürme – einen zum Verzehr geeigneten und einen als Deko für das Wohnzimmer. Zugleich stellte Puschkarsky die Nachfolgerin Lobners vor: „Mit Susanne Berndt haben wir nun eine aktive Mitarbeiterin, die sich von Anfang an mit den ankommenden Menschen beschäftigt, die als Bindeglied zwischen Verwaltung und Arbeitskreis Kontakte knüpft und sich um die Willkommenskultur verdient gemacht hat.“ Er wünschte der neuen AK-Sprecherin „ein glückliches Händchen für die kommende Zeit und immer genug neue Einfälle für die ehrenamtliche Arbeit im AK“.

Susanne Berndt bringt optimale Voraussetzungen für das Ehrenamt mit. Die 53-jährige gelernte Erzieherin ist hauptamtliche Awo-Koordinatorin für Schulbetreuung und Kinderschutzfachkraft beim Awo-Unterbezirk. Ihre beruflichen Erfahrungen sind auch bei der Tätigkeit im Arbeitskreis sehr hilfreich. Susanne Berndt sieht sich als „Netzwerkerin“ und Bindeglied zwischen AK und Stadtverwaltung: „So finden beispielsweise alle 14 Tage Zusammenkünfte statt, an denen Verwaltungsmitarbeiter und Arbeitskreis-Angehörige teilnehmen. Das dient der besseren Verständigung. So können wir auch reden, ohne konkreten Drucksituationen ausgesetzt zu sein.“

Eine Herzensangelegenheit für die nahe Zukunft ist für Susanne Berndt jetzt eine Verbesserung der Wohnsituation einiger Flüchtlinge. „Es ist verständlich, dass die Stadt bei der Unterbringung lange Zeit nur auf den starken Andrang reagieren konnte. Jetzt muss es darum gehen, auch mit Freiwilligen die Räumlichkeiten wohnlicher zu machen. Hier und da fehlen zum Beispiel noch Tapeten oder Bodenbeläge. Es wäre sehr schön, wenn sich dafür Handwerker finden ließen, die uns ehrenamtlich unterstützen.“

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