Arbeitskreis Flüchtlinge: Erstes Jahrestreffen

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Das Organisations-Team: Detlef Hahn, Jessica Geyer, Susanne Berndt, Beate Metz und Jörg Hornung (von links nach rechts) kümmern sich um die Belange des Arbeitskreises Flüchtlinge.

Meinerzhagen - Rückblick und Ausblick standen am Samstag im Mittelpunkt des ersten Jahrestreffens des Arbeitskreises Flüchtlinge. Die Veranstaltung fand in den Räumen des Awo-Treffs in der Stadthalle statt. In lockerer, zwangloser Atmosphäre tauschten sich Flüchtlingspaten, Deutschlehrer, Mitarbeiter des Begrüßungsdienstes und Interessierte aus.

Erfreut nahm Susanne Berndt, Nachfolgerin von Hermann-Josef Lobner als Sprecherin des Arbeitskreises, das rege Interesse am Treffen zur Kenntnis.

Als Dankeschön für alle Helferinnen und Helfer hatte sie ein kleines, feines Konzert mit Überraschungsgast Valerie Lill – gebürtig aus Meinerzhagen und heute in Reichshof bei Bergneustadt zu Hause – organisiert. Mit ihren erfrischenden Gedichten und berührenden Songs, bei denen sie sich selbst auf der Gitarre begleitete, fand die Autorin und Musiktherapeutin rasch Zugang zu ihrem Publikum.

Als aufmerksame Beobachterin des Zeitgeschehens hatte sie dabei auch die Situation der Flüchtlinge im Blick. „Das Boot ist voll“ lautete der Titel ihres Songs, in dem von dichten Grenzen und sterbender Hoffnung die Rede war.

Einen Überblick über die Entwicklung des Kreises, Angebote, Aktivitäten und Zahl der Flüchtlinge gab Susanne Berndt zum Einstieg in den Abend. Vor einem Jahr habe es 23 Unterkünfte für Flüchtlinge in Meinerzhagen gegeben, aktuell seien es 53. Von momentan 375 Flüchtlingen und weiteren, die bereits eine Aufenthaltserlaubnis haben, war die Rede.

Ausführlich erläuterte Beate Metz alles Wissenswerte rund um die Flüchtlingspatenschaften, um die sie sich gemeinsam mit Jessica Geyer kümmert. Als Hilfe, sich hier zurechtzufinden, seien Patenschaften gedacht. Niemand sei finanziell verantwortlich. Auch habe eine Patenschaft keinerlei Einfluss auf das Asylverfahren. Der Arbeitskreis möchte mehr Paten gewinnen: Einer bis zwei pro Wohngruppe seien wünschenswert.

Als Koordinator der Sprachkurse meldete sich Detlef Hahn zu Wort. Aktiv dabei seien 20 Deutschlehrer. Dank der Firma Fuchs sei der Arbeitskreis in der Lage, in Kürze Unterricht in einem festen Raum anzubieten. „Wir müssen nur die Nebenkosten zahlen“, sagte Hahn.

Sehr gut entwickelt habe sich die Fahrradwerkstatt, ergänzte Jörg Hornung. 180 der 200 gespendeten Fahrräder habe diese bereits wieder straßentauglich gemacht. Über erfolgreich gelaufene und geplante Projekte mit Flüchtlingen informierte Beate Metz, unter anderem über ein angedachtes Schneeschaufelprojekt, ein Theaterprojekt, Integrationsschulungen und Besuche in den Schulen.

Am 11. Februar (19 Uhr) soll es einen weiteren Runden Tisch zur Flüchtlingsthematik im Rathaus geben.

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