Weniger Flüchtlinge: Arbeitskreis mit neuen Zielen

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Awo-Helferin Silvia Gronau betreute das Kinderprogramm beim Begegnungsfest des Arbeitskreises Flüchtlinge. Dicht umlagert war dabei das große Glücksrad.

Meinerzhagen - Den Flüchtlingen immer mal wieder einen Treffpunkt bieten – das ist das Ziel der Aktiven im Arbeitskreis Flüchtlinge. So organisierte Sprecherin Susanne Berndt zusammen mit weiteren Helfern am späten Samstagnachmittag erneut ein Grillfest im Bereich der Awo-Räume in der Stadthalle.

Die Veranstaltung wurde von vielen Flüchtlingsfamilien und ihren Meinerzhagener Freunden wieder gut angenommen. Draußen, auf dem großen Grill, garten die Männer das Fleisch. Salate und andere Beilagen hatten die Familien mitgebracht. Der Arbeitskreis sorgte für Getränke und gestaltete ein kleines Spielprogramm für die teilnehmenden Kinder. So saß die große Gruppe bis in den Abend hinein zusammen. 

Und dabei wurde deutlich, dass Meinerzhagen für viele Flüchtlinge schon so etwas wie eine zweite Heimat geworden ist. Sie haben mittlerweile die Stadt kennengelernt und sich eingelebt. Über Monate habe es keine neuen Zuweisungen gegeben, sodass sich die Aktivitäten des Arbeitskreises nach Auskunft von Susanne Berndt etwas verlagert haben. Es gelte jetzt, die Integration der neuen Meinerzhagener Mitbürger vornanzubringen, erklärte Berndt als Sprecherin des Arbeitskreises Flüchtlinge. 

Bewährt hätten sich dabei die vermittelten Patenschaften zwischen Alt- und Neubürgern. Auch der Deutschunterricht werde fortgesetzt. „Mit Unterstützung des Märkischen Kreises sprechen wir hier besonders die Frauen an. Während die Männer die regulären Integrationskurse wahrnehmen, bleibt den Frauen wegen der Kinderbetreuung dafür oft nicht genügend Zeit“, erklärte Susanne Berndt am Samstag am Rande des Festes. Für sie organisiert der Arbeitskreis daher passende Alternativen. 

Sprachcafé in einstiger BKK geplant 

Um auf diesem Gebiet noch mehr zu erreichen, richtet der Arbeitskreis gerade in den Räumen der ehemaligen Betriebskrankenkasse der Firma Otto Fuchs an der Derschlager Straße ein Sprachcafé ein. Dort gibt es auch jeweils dienstags von 14.30 bis 16 Uhr das vom Diakonischen Werk getragene Beratungsangebot „Die Schule“ (die MZ berichtete). 

Ein Problem sei nach wie vor die Suche nach passenden Wohnungen. Gerade größere Familien, so Berndt, hätten oft noch Schwierigkeiten und müssten sich mit einem zu kleinen Wohnraum behelfen. Dank der großen Unterstützung durch die Meinerzhagener Baugesellschaft gebe es aber auch hier immer wieder Lösungen, freut sich Susanne Berndt über Hilfe.

Die Aktiven im Arbeitskreis, der organisatorisch dem Sozialen Bürgerzentrum Mittendrin angeschlossen ist, würden sich über weitere Unterstützer und Helfer freuen. Wer mitmachen will, findet auf der Homepage unter ak-fluechtlinge.de neben der Auflistung der Aktivitäten die entsprechenden Kontaktdaten.

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