Arbeitsagentur besucht zur Woche der Ausbildung die Firma WSM Werkzeugstahl

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Anlässlich der Woche der Ausbildung sprachen (von links) Henning Preuß und Britta Holthaus von der Arbeitsagentur mit Joachim Heidrich (Geschäftsführer WSM Werkzeugstahl), dem stellvertretende Bürgermeister Rainer Schmidt (SPD) und Anke Dango (Marketing, WSM) über das Thema Ausbildung.

Meinerzhagen - Das Interesse von Jugendlichen für eine Ausbildung zu wecken und Unternehmen zum Ausbilden ermutigen – darum geht es der Agentur für Arbeit in der Woche der Ausbildung. Aus diesem Anlass besuchten Vertreter der Stadt und der Arbeitsagentur die Meinerzhagener Firma WSM Werkzeugstahl, die seit 1972 auch Ausbildungsbetrieb ist.

Nur zwei Jahre nachdem sich das Unternehmen im Gewerbegebiet Schwenke angesiedelt hatte, begann dort der erste Azubi eine Lehre im kaufmännischen Bereich, sagt WSM-Geschäftsführer Joachim Heidrich: „Der Mitarbeiter ist noch heute im Unternehmen.“ Der Betrieb hat inzwischen 70 Mitarbeiter, viele Auszubildende seien in der Vergangenheit über Familienmitglieder zu dem Betrieb gekommen. „Wir haben mehrere Generationen im Betrieb“, sagt Heidrich.

Aktuell werden zwei Auszubildende bei WSM ausgebildet, einer zum Zerspanungsmechaniker (1. Lehrjahr), einer zur Fachkraft für Metalltechnik (2. Lehrjahr). Im August beginnen drei weitere Azubis ihre Lehren in diesen Berufen. „Wir bilden nicht über unseren Bedarf aus, sondern für unseren Bedarf aus“, sagt Heidrich. So wolle man dem Fachkräftmangel entgegenwirken und gerade auch Schülern mit Haupt- oder Realschulabschluss die Chance auf einen Ausbildungsplatz geben.

Im nächsten Jahr sollen weitere Ausbildungsplätze angeboten werden, aber auch Praktika sind in dem Unternehmen möglich. Es sei wichtig, die Jugendlichen zu qualifizieren und an die Berufe heranzuführen, sagt Heidrich. „Nur dann haben wir als Unternehmen auch in späteren Jahren Fachkräfte, denn der Mangel wird stärker.“

Es sei wichtig, dass Unternehmen es Schülern ermöglichen, während oder nach der Schulzeit ein Praktikum zu machen, um so die Ausbildungsberufe kennenzulernen, sagt Britta Holthaus von der Agentur für Arbeit Iserlohn, die dort den Arbeitgeberservice betreut. Wegen offener Lehrstellen könnten sich Betriebe jederzeit an sie wenden. „Es können sich auch Arbeitgeber melden, die noch nie ausgebildet haben“, sagt sie.

Um junge Menschen in der Region zu halten, müsse man Ausbildungsplätze vor Ort schaffen, sagt auch der stellvertretende Bürgermeister Rainer Schmidt (SPD). „Gleichzeitig muss man die Jugendlichen auch dazu bringen, diese Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen.“

Über die Ausbildungsmöglichkeiten informiert Henning Preuß, Berufsberater für die unter 25-Jährigen bei der Arbeitsagentur Lüdenscheid, vor allem in den Schulen. „Es ist unglaublich wichtig, die Jugendlichen auch auf Alternativen aufmerksam zu machen“, sagt er. Gerade bei Berufsfeldern, die sich stark im Wandel befänden, seien den Schülern nicht alle infrage kommenden Ausbildungen bekannt.

Neben den Jugendlichen selbst, den Schulen und den Betrieben sei aber auch die Stadt in der Pflicht, sagt der stellvertretende Bürgermeister Schmidt. „Wir müssen den Jugendlichen hier etwas bieten.“ Dafür benötige man sowohl vor Ort Freizeitmöglichkeiten als auch die Verkehrsinfrastruktur, damit Großstädte wie Köln mit ihren Freizeitangeboten gut erreichbar sind.

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur ist erreichbar unter 080 0 /4 55 55 20. Bewerber für Ausbildungsplätze können sich unter 08 00/4 55 55 00 melden.

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