Spezielles Verfahren 

Arbeiten unter Kita "Korallenriff" kosten 100.000 Euro - so wird der Boden wieder stabil 

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60 Bohrlöcher für die Ventilrohre nehmen die Injektionsleitungen auf, wie hier im Keller der Kita.

Meinerzhagen – Die „Verpressungen“ unter dem Gebäude der Kita Korallenriff am Schulplatz sind fast abgeschlossen. Weitere Arbeiten, auch außerhalb der Einrichtung, sollen den instabilen Boden standsicher machen.

Nach derzeitigem Stand kann der Terminplan gehalten und die Kindertagesstätte ab Anfang Mai wieder genutzt werden. Was letztendlich den Untergrund unter der Kita Korallenriff hat „weich“ werden lassen, konnten die Fachleute bereits ergründen. 

Bei der Errichtung des Gebäudes in den 1930er-Jahren verwendete man ein nicht für eine dauerhafte Stabilität geeignetes Material. Die Folge: Seit einiger Zeit zeigten sich mehr und mehr Setzungsrisse. Für den Betrieb der Einrichtung nicht gefährlich, aber für den sachgerechten und baulichen Zustand ein langfristig inakzeptabler Umstand. 

100.000 Euro für die Standsicherheit

Das Grundstück mit dem darauf errichteten Gebäude gehört der Stadt, ein Erbbaurechtsvertrag aus dem Jahr 1994 regelt aber die Nutzung durch das DRK. Im Hinblick auf die Bedeutung der Einrichtung fanden die Stadt und das DRK eine gemeinsame Lösung des anstehenden Problems. 

Rund 100.000 Euro werden aufgewendet, um den Untergrund durch das Soilfrac-Verfahren wieder standsicher zu präparieren. Damit beschäftigt sind seit gut zwei Wochen Mitarbeiter der Firma Keller aus Offenbach. 

So funktioniert das Soilfrac-Verfahren:

Mittels Hohlrohren, die ins Erdreich durch die Kellerbodenplatte gepresst werden, wird anschließend eine verflüssigte Masse mit hohem Druck in den Untergrund gedrückt. Nach deren Aushärten ist dieser dann belastbar. Fast 200 Meter Streckenlänge der Rohre und 60 Bohr- und Presspunkte kommen zusammen, um das Erdreich so zu präparieren. Am Ende werden bei den Arbeiten gut 15 Tonnen Material auf Zement-Kalkstein-Basis im Untergrund verschwunden sein. 

Zusätzlich zu den Arbeiten am Erdreich unter dem Gebäude stehen auch noch kleinere am Kanal auf dem Grundstück an. Im Rahmen der Verpflichtungen zum Unter- und Erhalt des Gebäudes wird sich das DRK um die notwendige Renovierung der Einrichtung im Zusammenhang mit den jetzt laufenden Arbeiten kümmern.

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