Ihnebach fließt jetzt in nahezu natürlichem Bett

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Letzte Arbeiten am Fußweg Piepenströtken: Der aufgebrochene Wegeabschnitt wird wieder asphaltiert. Hier kommt auch nach ein Geländer zur Absturzsicherung hin. ▪

VALBERT ▪ Mit der Errichtung des Discountermarktes auf dem ehemaligen VKV-Gelände in Valbert kam fast gleichzeitig in Verwaltung und Politik die Idee auf, dass restliche Areal bis an den Potsdamer Platz zu überplanen. Ein wesentlicher Bestandteil der Überlegungen: Die Renaturierung des Ihnebaches und die Ausweisung der an die Straße Piepenströtken angrenzenden Flächen als Mischgebiet. Ebenfalls wurde die Errichtung eines Parkplatzes und die Anlegung eines Spielplatz mit in die Überlegungen einbezogen.

Derzeit steht das formelle Verfahren des Bebauungsplanes vor seinem Abschluss. Sein Inkrafttreten dürfte noch im ersten Halbjahr 2013 erfolgen. Da die für die Renaturierung des Ihnebaches und die damit zusammenhängende Umgestaltung der Ihnewiesen notwendige Genehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz bereits seit einiger Zeit vorlagen, konnten die Arbeiten im Oktober vergangenen Jahres von der Firma Straßen- und Tiefbau aus Kirchhundem begonnen werden. Mit dem Asphaltieren eines Abschnittes des Fußweges Piepenströtken und der Herstellung der wassergebundenen Oberflächen der Wege auf der Ihnewiese wurden am Freitag der vergangenen Woche die Arbeiten fast fertiggestellt. Nunmehr fehlen lediglich noch ein Geländer und die Anpflanzung einiger Bäume und Büsche, um die Maßnahme zu komplettieren.

„Wir werden in den kommenden Tagen die Anpflanzungen nach den Vorgaben des landschaftspflegerischen Begleitplanes vornehmen“, so Valko Gerber von der Stadt Meinerzhagen. Dabei verweist er darauf, dass der vom Valberter Ortsvorsteher geäußerte Wunsch nach einem sogenannten Heiratswäldchen auf der Ihnewiese nicht realisiert werden darf. „Vielleicht findet sich ja an anderer Stelle ein geeigneter Platz zur Umsetzung der Idee“, so Valko Gerber.

Etwa 125 000 Euro wird die Maßnahme nach den Berechnungen der Fachleute kosten. Aufgrund der Förderzusage des Landes fließen beinahe 80 Prozent der Kosten in den städtischen Haushalt zurück.

Durch die Maßnahme ist die Ihne jetzt auf einem etwa 200 Meter langem Abschnitt wieder in einem natürlichen Bachbett untergebracht. Ein Zustand, der ihr im Ebbedorf sonst nicht oft gegönnt ist. Dort fließt sie zurzeit fast ausschließlich durch Betonrinnen und Rohre und ist dadurch kaum wahrnehmbar.

Eine wechselnde Böschung mit gewässertypischen Bäumen und anderen Pflanzen sowie Wege auf den Grünflächen und eine kleine Holzbrücke runden die gelungene Umgestaltung ab. Bei der Begrünung der Flächen verzichtet man übrigens auf eine Einsaat und überlässt dieses ausschließlich „Mutter Natur“. Mit den Arbeiten zur Anlegung des Parkplatzes nebst „Rampe“, soll nach Vorliegen der planungsrechtlichen Voraussetzungen begonnen werden. Vorgesehen ist die Schaffung von insgesamt 38 Stellplätzen mit einer ansprechenden Begrünung, ähnlich der auf dem Lidl-Parkplatz. Die Zuwegung soll von der Ihnestraße aus angelegt werden. Die Kosten der Maßnahme betragen rund 175 000 Euro. Die Ausgestaltungsdetails, wie beispielsweise die Frage, mit welcher Oberfläche die Parkboxen hergerichtet werden, sollen zu gegebener Zeit im Rahmen der Auftragsvergabe beraten und entschieden werden. ▪ jjh

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