Großbaustelle Brücke: Aufzugsschacht eingebaut

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Mit einem Kran wurde der Aufzugssschacht vom Lastwagen gehoben und zum Fundament gehievt.

Meinerzhagen - Die Erleichterung war Jürgen Tischbiereck am Donnerstag anzumerken. „Gut, dass es weitergeht“, freute sich der städtische Fachbereichsleiter. Am frühen Vormittag war der Lastwagen mit einem riesigen Aufzugsschacht an der Brückenbaustelle am Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) eingetroffen.

Von Jürgen Beil

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Montiert wurde die 7,5 Tonnen schwere Konstruktion von der Firma Rohlfing aus Stemwede bei Osnabrück – mittels Schwertransport fand das Stahlgerüst dann seinen Weg an die Volme.

Dort wartete ein ganzes Team von Spezialisten auf den Schacht, der am ZOB aufgestellt wurde und die Verbindung zur Fußgängerbrücke herstellt. Ein Kran nahm ihn an den Haken und hievte ihn auf das vorbereitete Betonfundament, wo er seine endgültige Position fand. Etwa 6,50 Meter Höhenunterschied wird der Aufzug einmal überbrücken. Besonders wichtig ist er für Menschen mit Behinderungen.

Ein weiterer Aufzug ist vom Mittelbahnsteig bis zur Brücke vorgesehen. Ab dem 23. März, so die Planungen der Bahn, soll der Schacht für diesen Lift gesetzt werden. Noch im März können dann die eigentlichen Aufzugskabinen eingebaut werden.

Natürlich wird die Brücke auch über mehrere Treppen zu erreichen sein. Eine davon führt zum Bahnsteig, eine andere zum Park & Ride-Parkplatz auf der Seite „Im Tempel“ und die letzte zum ZOB. Sie werden bereits komplett montiert angeliefert und schon in der kommenden Woche sollen sie „anrollen“. „Die Treppenstufen sind mit einer Beschichtung aus Epoxitharz mit Sandeinstreuung versehen. Das geschieht, um eine hohe Griffigkeit und Trittsicherheit zu erreichen“, erläuterte Markus Schade vom Fachbereich Technischer Service, der sich am Donnerstag vor Ort ein Bild von den Bauarbeiten machte.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Fußgängerbrücke noch im April bis auf den endgültigen Anstrich fertiggestellt sein. Bis dann allerdings die ersten Fußgänger das neue Bauwerk „begehen“, wird es noch etwa dauern. Denn: „Dann muss das alles erst einmal abgenommen werden. Die Bahn schaut da ganz genau hin. Und der Tüv wird die Aufzüge begutachten“, erklärt Schade. Frühsommer, so vorsichtige Prognosen, könnte es werden, bis die Brücke ihrer Bestimmung übergeben werden kann.

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