Parken wird auf der Königsberger Straße zum Problem

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Anwohner haben es jetzt oft schwer, wenn sie an der Königsberger Straße einen Parkplatz finden wollen. Diese Fläche ist seit einiger Zeit per Din A4-Ausdruck nur noch dem Schulpersonal vorbehalten. 

Meinerzhagen - Einige Anwohner der Königsberger Straße sind sauer. Es geht um das Thema „Parken“. Das wird nach ihrer Ansicht im Bereich ihrer Wohnhäuser immer problematischer, wenn nicht sogar unmöglich.

Das trifft erst recht zu, seit vor einiger Zeit der bis dahin öffentliche Parkplatz unterhalb der Mosaikschule inoffiziell für Lehrpersonal reserviert wurde – von wem auch immer. Die neue Regelung ist schriftlich nachzulesen auf einem Din A4-Zettel, der in einer Klarsichtfolie steckt und an einem Schild am Parkplatz angebracht ist. 

Die Stadt informierte auf Nachfrage, dass diese „Reservierung“ nicht von der heimischen Ordnungsbehörde vorgenommen worden sei. „Wenn wir etwas Ähnliches veranlassen, würden wir ein normales Schild aufstellen“, teilten die Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz und Jürgen Tischbiereck mit. Wie auch immer – der Hinweis „Parkplatz für das Personal der Förderschule, Mosaikschule Meinerzhagen“ verkomplizierte die Situation für Anwohner zusätzlich. Zusammen mit der Tatsache, dass vor deren Häusern teilweis absolutes Halteverbot herrscht, ist jetzt eine verschärfte Parkplatznot „ausgebrochen“. „Wenn zum Beispiel Handwerker zu uns kommen, ist streng genommen sogar das Be- und Entladen verboten. Stellen Sie sich vor, ich würde mein Dach decken lassen. Dann müsste jede Pfanne von Hand zu unserem Haus getragen werden“, schildert ein Anlieger seine Sorgen. 

Natürlich müssen Lehrer ihre Fahrzeuge an der Schule abstellen können. Die augenblickliche Regelung scheint aus Sicht einiger Anwohner aber suboptimal. Ein Hausbesitzer erklärt warum: „Einige Mosaikschüler werden mit Schulbussen gebracht und wieder abgeholt, die in die Königsberger Straße einfahren. Dafür wurde eine Bushaltestelle ausgebaut. Die wird allerdings nur von dem großen Bus angefahren. Die Kleinbusse fahren nach meiner Beobachtung stets die kleine und recht steile Stichstraße zum Lehrerparkplatz hinauf und entlassen die Schüler dort direkt auf dem Schulgelände. Weil diese Fahrzeuge dann auf dem früheren Lehrerparkplatz wenden müssen, wurde diese Fläche durch den neuen Parkplatz, der früher von Anwohnern genutzt werden konnte, ersetzt.“ 

Raimo Benger ist Fraktionsvorsitzender der Meinerzhagener UWG. Und auch er wurde von Anliegern der Königsberger Straße bereits kontaktiert und auf das Problem hingewiesen. Seine Reaktion: „Die Anwohner haben recht. Das geht so nicht.“ Benger fordert nun ein Gesamtkonzept, um das Park-Problem zu lösen. Dabei hat er mehrere Alternativen im Kopf. Zwei davon sehen so aus: „Die Schüler könnten von den Bussen am Ehrenmal an der Heerstraße abgesetzt werden. Von dort aus führt ein Fußweg zur Wahr. Auch das Absetzen am Schützenplatz ist denkbar. Beides aber nur unter den Bedingungen, dass eine Schulweg-Absicherung erfolgt und für Beleuchtung gesorgt ist. Man muss dem Verkehr einfach solche Möglichkeiten anbieten, um die Lage auf der Königsberger Straße zu entspannen. Dann könnte auch der ursprüngliche Lehrerparkplatz wieder genutzt werden und der Parkplatz direkt an der Straße würde den Anwohnern wieder zur Verfügung stehen.“

In der Mosaikschule war am Montagmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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