Stadt Meinerzhagen toleriert Parker

Autos statt Fußbälle auf dem Bolzplatz

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Auf diesem Bild ist das gesamte Ausmaß der Parkerei auf dem Bolzplatz gut zu erkennen. Anwohner sind mit der Situation unzufrieden, die Stadt Meinerzhagen toleriert das gelegentliche Parken.

Meinerzhagen - Auf dem Bolzplatz unterhalb des Neubaugebietes Werlsiepen können sich Kinder und Jugendliche als Christiano Ronaldos oder Manuel Neuers versuchen und kicken. Jederzeit ist das allerdings nicht möglich, weil der Fußballplatz von Besuchern der danebenliegenden Moschee auch als Parkplatz genutzt wird.

Anwohner des Wohngebietes sind über diese Art der Bolzplatznutzung verärgert. Das Problem bestehe schon seit einigen Jahren, bemängeln sie. In letzter Zeit werde die Parksituation allerdings immer schlimmer.

Besonders gravierend sei es während des Freitagsgebets der türkisch-islamischen Gemeinde in der Moschee am Siepener Weg. Wenn Kinder während dieser Zeit auf dem Platz Fußball spielen wollten, sei dies wegen der vielen Autos nicht möglich. Es sei auch vorgekommen, dass Kinder vom Platz „geschoben“ worden seien, damit Moscheebesucher auf dem Gelände parken konnten. Neben dem Bolzplatz werde auch die Zufahrtsstraße zugeparkt. Für eventuelle Rettungseinsätze sei meist kein Platz gegeben, kritisieren Anwohner. Da der Ramadan bevorstehe, werde es wieder Abende mit Parkproblemen geben, sind sich die Anwohner sicher. Ein weiteres Problem sei, dass auch Ruhezeiten nicht eingehalten würden. Die Aufrufe des Imams durch das Mikrofon seien sehr laut, sowohl in der Mittagszeit als auch in den Abendstunden, wird bemängelt.

Ein Vertreter der Ditib-Gemeinde war für eine Stellungnahme wiederholt telefonisch nicht zu erreichen. Zur Parksituation gab dafür der zuständige Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz Auskunft. Das Problem sei seit einigen Tagen im Rathaus bekannt, sagte er. Mit dem Vorstand der Moschee sei daher ein Gespräch vereinbart.

Die Gemeinde habe zudem einen Antrag für die Genehmigung eines Parkplatzes gestellt. Solange werde das Parken auf dem Bolzplatz während der Veranstaltungen in der Moschee seitens der Stadt toleriert, so der Fachbereichsleiter. „Wir hoffen, dass sich die Situation mit einem Parkplatz entspannt“, erklärte Maikranz. Die Parkproblematik im Wohngebiet Werlsiepen sei für alle Beteiligten schwierig. Für Anwohner, deren Zufahrtswege zugeparkt würden, habe er Verständnis, sagte der Fachbereichtsleiter abschließend.

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