Wohn- und Fabrikgebäude geräumt

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Das Gebäude ist leer geräumt und könnte jetzt eigentlich abgerissen werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mittlerweile sind auch die letzten Bewohner aus dem alten Mehrfamilienhaus mit angegliedertem Fabrikgebäude in Schleifkotten, an der B 54 zwischen Meinerzhagen und Kierspe gelegen, ausgezogen.

Dementsprechend könnten nunmehr die Stadt und der Märkische Kreis die Umsetzung ihrer im Rahmen der geplanten Renaturierungsmaßnahmen an der Volme vorgesehenen Arbeiten in Angriff nehmen. Insgesamt 60 000 Euro für den Abriss und 30 000 Euro für die eigentliche Renaturierung werden diese nach den Planungen der Fachleute kosten.

Aus dem Regionale-Projekt „Ein Kreis packt aus“ erwartet man eine Bezuschussung in Höhe von 80 oder 90 Prozent. Im Falle einer Bewilligung läge der städtische Eigenanteil dann, bei einer 50- prozentigen Beteiligung des Kreises, im ungünstigsten Fall bei rund 9000 Euro.

„Der Förderantrag ist gestellt. Ebenso der notwendige Antrag nach dem Wasserhaushaltsgesetz. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr noch loslegen können“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck vom Sachgebiet Bauen und Wohnen bei der Stadt auf Nachfrage der MZ.

Dabei setzt er bei seiner optimistischen Einschätzung darauf, dass andere Kommunen zugesagte Fördergelder nicht in Anspruch genommen haben und diese dann für das Projekt freigegeben werden. Negative Auswirkungen durch das zu erwartende Herbst- und Winterwetter, sieht Tischbiereck nur bedingt.

„Wenn wir nicht im Schnee versinken, ist frostiges Wetter für die Arbeiten an der Volme mit schwerem Gerät eher von Vorteil. Unser gemeinsames Ziel ist es, durch die Maßnahme die Volme wieder dorthin zu bringen, wo sie hingehört: an die tiefste Stelle im Tal“, so Jürgen Tischbiereck.

Die intensive Nutzung der Wasserkraft durch den Menschen in der Vergangenheit, hat auch an den Flüssen und Bächen im Märkischen Kreis ihre Spuren hinterlassen. Betonierte Uferbereiche und fehlende Retentionsflächen an den insgesamt 226 Kilometer langen Wasserläufen im Märkischen Kreis führen immer wieder zu Überschwemmungen und verursachen Schäden.

Im Rahmen des Projektes „Ein Kreis packt aus“ sollen die Gewässer renaturiert, freilegt und für die Menschen wieder „erlebbar“ werden. Sie sollen so wieder ein ansehnliches und bestimmendes Element in der Landschaft und in den Kommunen sein. ▪ jjh

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