Probleme beim Energieversorger

Auch Meinerzhagen bewertet Enervie-Anteile neu

Enervie-Konzernzentrale in Hagen: Auch die Stadt Meinerzhagen sieht sich zu Abschreibungen ihrer Anteile gezwungen.

Meinerzhagen - Auch die Stadt Meinerzhagen reagiert auf die Probleme beim Energiekonzern Enervie: Die Anteile werden neu bewertet.

Wie Kämmerer Jens Groll auf Anfrage der MZ erklärte, habe man zwar bereits zum Jahresabschluss 2013 etwa 350 000 Euro der städtischen Anteile an Enervie abgeschrieben – nach derzeitigen Erkenntnissen würden man aber auch für das vergangene Haushaltsjahr nachträglich Abschreibungen in ähnlicher Höhe vornehmen müssen. Dies geschehe, so betont Groll, allerdings ausdrücklich in Abstimmung mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie vorbehaltlich der Zustimmung des Rechnungsprüfungsausschusses.

Im Vergleich zur Stadt Lüdenscheid (24,12 Prozent) ist der Anteil Meinerzhagens an Enervie mit 0,64 Prozent relativ klein. Der Gesamtwert der Meinerzhagener Anteile würde sich nach der Neubewertung durch die Kämmerei von ursprünglich 2,36 Millionen Euro (vor 2013) auf rund 1,65 Millionen Euro reduzieren.

Die Energiewende, die hohe eigene Abschreibung sowie Verluste im Bereich der Energieerzeugung sorgen seit Monaten für Negativschlagzeilen rund um das Unternehmen. Zuletzt hatte Vorstandssprecher Ivo Grünhagen seinen Posten räumen müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare