Die Krätze ist auf dem Vormarsch

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Bild eines Erkrankten: Die nur 0,2 bis 0,4 Millimeter großen Krätzmilben bohren sich unter die Haut und führt zu auffälligen Rötungen.

Meinerzhagen - Die hochansteckende Krätze ist auf dem Vormarsch. Dr. Holger Reimann, Sprecher der Meinerzhagener Ärzte, bestätigt diese Tendenz auch für die Volmestadt. „Ich beobachte einen Anstieg an Patienten, die an Krätze leiden.“

Dr. Reimann hat keine genauen Erkenntnisse darüber, welche Ursachen im Detail zu dem Anstieg führten. Wie Krätze übertragen wird, weiß er jedoch genau. 

Zum Beispiel so: „Wird ein Handtuch in einer Familie gemeinsam benutzt und ein Familienmitglied leidet bereits an Krätze, dann ,knallt’ es.“ Hautkontakt mit einem Erkrankten sei ebenfalls nicht ratsam, überhaupt könne ein verstärktes Maß an Hygiene der Ansteckung vorbeugen, erläutert Dr. Reimann. 

Erste Anzeichen: „Sofort zum Arzt“

„Übertragungsstätten“ sind überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen. „Schulen und Kindergärten zum Beispiel“, sagt Dr. Reimann, der auch darauf hinweist, dass ein Aufenthalt in fremden Ländern zu einer Ansteckung führen kann. Das gelte auch für Hotelbetten, bei denen die Bettwäsche nicht fachkundig gereinigt worden sei. Dr. Reimann weiß in diesem Zusammenhang zu berichten, dass Bettwanzen besonders in New York zu einer echten Plage geworden seien.

Und was ist zu tun, wenn erste Anzeichen wie Jucken und/oder Hautrötungen am eigenen Körper festgestellt wurden? „Sofort zum Arzt gehen“, rät der heimische Mediziner. Zu behandeln sei die Krätze nämlich recht gut, vor allem in einem frühen Stadium, fügt er hinzu. „Salben und Flüssigkeiten zum Auftragen auf die Haut helfen“, weiß Dr. Reimann, der hinzufügt: „Wegen der recht diffusen Symptome wird häufig auch ein Hautarzt eingeschaltet.“ 

Die Hautkrankheit ist laut dem Robert-Koch-Institut durch Privatpersonen generell nicht meldepflichtig, deshalb gibt es laut Münchner Merkur noch keine konkreten Zahlen, wie viele Menschen bereits betroffen sind oder waren. 

„Sehr lückenhafte Datenlage“ 

„Die Dunkelziffer scheint deshalb größer zu sein als bekannt. Institutionen wie etwa Pflege- und Altersheime, Kitaeinrichtungen, Schulen, Krankenhäuser, Flüchtlingsheime oder auch Gefängnisse müssen Fälle dagegen melden. Doch das Robert-Koch-Institut spricht auch hier von einer „sehr lückenhaften Datenlage“, schreibt der Merkur weiter.

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