Ein „anrüchiges“ Problem: Hundekot auf dem Friedhof

+
Marita Hemmerling, Verwaltungsangestellte des Evangelischen Friedhofs, sieht sich in letzter Zeit häufiger mit einem sehr unangenehmen Problem konfrontiert: Hundekot auf den Gräberfeldern. J

MEINERZHAGEN ▪ Die Grabpflege ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Ist es doch eine Möglichkeit den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen und ihrer zu gedenken. Doch manch einer musste in letzter Zeit beim Besuch des evangelischen Friedhofs an der Heerstraße mit einer äußerst unangenehmen Überraschung rechnen: Auf oder neben der gepflegten Grabstätte hatte ein Vierbeiner sein “Geschäft” verrichtet.

„Das ist leider seit einiger Zeit ein echtes Problem geworden“, erzählt Marita Hemmerling, Verwaltungsangestellte des Friedhofs. „Es kommt immer wieder vor, dass Hundebesitzer ihre Tiere hier ableinen und das Gelände wie einen Park nutzen.“ Da die Hunde gerade die Plätze bevorzugen, an denen zuvor bereits andere Artgenossen waren, sind manche Grabfelder natürlich besonders betroffen. „Ich unterstelle gar keine böse Absicht“, so Hemmerling. „Wahrscheinlich denken diese Leute gar nicht weiter darüber nach.“ Für die Menschen, die auf dem Gelände einen Angehörigen beerdigt haben, sei das jedoch eine unzumutbare Belastung. Das Verhalten sei umso unverständlicher, als gleich gegenüber auf der Wiese am Denkmalsplatz sogar eine „Hundetoilette“ zu finden sei. Hier können die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere problemlos in einer Tüte entsorgen. Zudem gibt es im näheren Umfeld des Friedhofs weitläufige Grünflächen, die zu einem Spaziergang einladen. „Es wäre schön, wenn wieder etwas mehr Sensibilität für das Thema entstehen würde“, hofft Hemmerling auf Einsicht bei den Tierhaltern.

Dabei sind Hunde grundsätzlich sogar auf dem Gelände willkommen. „Es ist natürlich erlaubt, sie mitzubringen. Schließlich gibt es viele Angehörige von Verstorbenen, die den Gang zum Grab mit einem Spaziergang verbinden“, erklärt die Verwaltungsangestellte. „Allerdings besteht hier natürlich überall strenge Leinenpflicht, um diese Probleme zu vermeiden.“ Man hoffe, dass sich wieder alle an diese Regel hielten. Um weiteren Ärger zu vermeiden, sollten Hundehalter ihre Vierbeiner zudem vor dem Besuch des Friedhofs an anderer Stelle ausführen.

Von Petra Schüller

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare