Dieb versteckt sich im Schnee

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Symbolbild 

Meinerzhagen - Am 14. Januar hielten sich zwei Männer – mit einem Golf „angereist“ – auf dem Parkplatz des Gemeindehauses an der Beethovenstraße in Meinerzhagen auf. Eine zufällig dort vorbeifahrende Polizeistreife wurde darauf aufmerksam und schaute sich die Sache genauer an. Ihr Spürsinn sollte die Beamten nicht enttäuschen. Doch von den beiden Männer war zunächst nichts mehr zu sehen.

Frisch gefallener Schnee kam den Beamten schließlich zur Hilfe. Vom Golf aus verfolgten die Polizisten zwei verschiedene Spuren. Eine führte die Beamten nach etwa 100 Metern zu einem 42-Jährigen. Dieser war mit Grubenlampe, Seitenschneider, Werkzeug und Halterungen von Fallrohren ausgestattet. Schnell erschloss sich den Beamten, was es mit den Utensilien auf sich hatte. Gemeinsam mit dem zweiten Mann hatte der Gefasste die Kupferrohre vom Gemeindehaus abmontiert und im Fahrzeug verstaut.

Der zweite Mann machte es den Polizisten besonders einfach. Seine Fußspuren führten vom Auto bis zu einem Schneehaufen. Weil an dieser Stelle keine Spuren vom Haufen wegführten, stand für die Ermittler fest: Der Gesuchte muss sich unter dem Schnee befinden. Und tatsächlich hatte der Mann versucht, sich unter der weißen Pracht zu verstecken.

Auf den nächtlichen Einsatz der Polizei folgten eine Anzeigen wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und ein Prozess im Amtsgericht Meinerzhagen. Dort fand sich am Dienstag jedoch nur der Mann ein, den die Beamten mit dem Werkzeug erwischt hatten. Vom Komplizen fehlte jede Spur. Sein Verfahren wurde abgetrennt. Der 42-Jährige zog es im Gericht vor, nichts zu den Vorwürfen zu sagen. Dafür sprachen einige Zeugen und belasteten den Angeklagten schwer.

Am Ende sah das Gericht die Anklagevorwürfe als erwiesen an. Es bestehe kein Zweifel daran, dass der Meinerzhagener die Tat mit seinem Komplizen begangen habe, so der Richter. 1800 Euro Geldstrafe lautete schließlich die Entscheidung.

Für den Angeklagten nicht das erste Urteil. Acht Vorstrafen, darunter mehrfaches Fahren ohne Fahrerlaubnis, eine Körperverletzung, Diebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Einfuhr und Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge brachte er mit, hatte auch schon eine Weile im Gefängnis verbracht.

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