Gerichtsverhandlung

Meinerzhagener fällt immer wieder durch verbotene Fahrten auf

Der 35 Jahre alte Meinerzhagener musste sich vor dem heimischen Amtsgericht verantworten.
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Der 35 Jahre alte Meinerzhagener musste sich vor dem heimischen Amtsgericht verantworten.

Es war eine ganze Reihe an verbotenen Fahrten, die ein Angeklagter im Amtsgericht Meinerzhagen angesammelt hatte. Einen Führerschein hat der 35-jährige Mann aus Meinerzhagen nicht.

Meinerzhagen – Trotzdem soll er am 24. September vergangenen Jahres mit seinem Pkw auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kierspe unterwegs gewesen sein und dabei gestohlene Kennzeichen am Fahrzeug gehabt haben. Eine weitere Fahrt soll es am 30. September in Meinerzhagen gegeben haben. Auf der Landstraße 539 soll er einen Unfall verursacht haben und geflohen sein. Am 5. und 10. Oktober vergangenen Jahres soll er abermals jeweils mit einem Pkw mit falschen Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Eine weitere Fahrt warf ihm die Staatsanwaltschaft am 11. Februar dieses Jahres vor. Der Mann soll in Rönsahl auf der Hauptstraße – wieder mit falschen Nummernschildern – gefahren sein. Darüber hinaus musste sich der Angeklagte wegen des Diebstahls von Autoschlüsseln und später auch des dazugehörigen Fahrzeugs plus eines Laptops verantworten.

Eine Fahrt zugegeben

Die Fahrt vom 24. September in Kierspe gab der Mann zu. „Stimmt“, macht es der Meinerzhagener kurz. Bezüglich der Fahrt am 30. September, bei dem er den Unfall verursacht haben soll, gab der Angeklagte an, damit nichts zu tun zu haben. Zu dem Zeitpunkt sei sein Auto, das in dem Unfall verwickelt gewesen war, längst verkauft gewesen. Und auch die beiden Fahrten vom 5. und 10. Oktober stellte der 35-Jährige in Abrede.

Das versuchte er auch bezüglich der Fahrt vom 11. Februar auf der Hauptstraße in Rönsahl. Doch dazu hörte das Gericht einen Polizisten als Zeugen. Er gab an, den Mann im Rahmen einer Streife hinter einem Haus habe stehen sehen. Es sei zur Kontrolle des Wagens gekommen, weil den Polizisten bekannt gewesen sei, dass die Kennzeichen nicht zu diesem Auto gehörten. Wie sich herausstellte, hatte der Mann auf dem Fahrersitz keine Fahrerlaubnis. Zunächst habe der Angeklagte abgestritten, so der Polizist, gefahren zu sein. Vielmehr sei er mit einem Kumpel unterwegs, auf den er gerade warte. Diese Angaben konnten die Beamten allerdings schnell widerlegen, da im frischen Schnee lediglich die Spuren des Autos, sowie die des Angeklagten zu finden waren. Der Meinerzhagener habe daraufhin eingeräumt, ein paar Meter von der Straße auf den Platz gefahren zu sein.

Autodiebstahl abgestritten

Was den vorgeworfenen Autodiebstahl anging, erklärte der Angeklagte, er habe das Auto nicht gestohlen, sondern gekauft. Am Ende stellte das Gericht den Großteil der Vorwürfe ein, sodass letztlich noch die beiden zugegebenen Fahrten vom 24. September und vom 11. Februar übrig blieben.

Zwölf Vorstrafen brachte der Meinerzhagener mit zum Prozess. Darunter mehrfach Fahren ohne Fahrerlaubnis. Auch am 27. Oktober vergangenen Jahres war er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 120 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt wurden. Da dieses Urteil zeitlich nach der hier vorgeworfenen Tat vom 24. Oktober lag, bezog das Gericht sie in das aktuelle Urteil mit ein. Ergebnis: 180 mal 15 und damit 2700 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung.

Haftstrafe auf Bewährung

Für die Fahrt am 11. Februar verurteilte der Richter den 35-Jährigen zusätzlich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Missbrauchs von Kennzeichen, sowie wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und verhängte eine 18-monatige Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis. „Ich weiß, dass das alles nicht in Ordnung war. Ich habe es eingesehen“, erklärte der Angeklagte in dem ihm zustehenden letzten Wort.

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