Kantinen-Pächter meldet Angestellte nicht an - Geldstrafe

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Vor dem Meinerzhagener Amtsgericht wurde gegen den 53-Jährigen verhandelt.

Meinerzhagen - Er sei ein schlechter Geschäftsmann, gab ein Angeklagter am Dienstag im Amtsgericht Meinerzhagen zu. Wie Recht er damit hatte, zeigte der Fall, mit dem sich der Richter beschäftigen musste.

Als Pächter einer Kantine in Meinerzhagen hatte der 53-Jährige zwei Angestellte nicht angemeldet. Ziel war es, keine Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge abzuführen. Acht Monate lang zog der Mann das durch. Am Ende kam eine nicht gezahlte Summe von 15 061,87 Euro zusammen. Vorenthalten von Arbeitsentgelt lautete entsprechend der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

„Ja, es stimmt“, räumte der Mann die Straftat sofort ein. Es sei ihm alles über den Kopf gewachsen. Inzwischen habe er eine feste Anstellung. Darüber sei er sehr froh. Selbstständig wollte er nicht mehr sein. Er habe auch schon Kontakt zu den Krankenkassen aufgenommen, um eine ratenweise Rückzahlung der vorenthaltenden Beträge zu vereinbaren. 

Aufgrund seines umfassenden Geständnisses mussten die geladenen vier Zeugen nicht mehr gehört werden. Für den Angeklagten war es die erste Straftat in seinem Leben. Das berücksichtigte der Richter in seiner Urteilsfindung ebenso wie die geständige Einlassung. Aufgrund eines guten Einkommens des 53-Jährigen, des mit 15 000 Euro hohen Betrags und des mehrmonatigen Tatzeitraums verurteilte der Vorsitzende den Mann schließlich zu einer Geldstrafe in Höhe von 7500 Euro. 

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