24-Jähriger bestahl Arbeitgeber und muss nun selbst zahlen

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Das Amtsgericht verhängte eine Geldstraße gegen den 24-Jährigen.

Meinerzhagen - Gerade einmal anderthalb Monate hatte ein 24-jähriger Mann bei einem Imbiss in Meinerzhagen gearbeitet, als er seinem Arbeitgeber etwa 100 Euro klaute. Die Rechnung dafür kassierte der Mann jetzt vor dem Amtsgericht Meinerzhagen. Dort wurde er wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt.

Am 24. August, so der Vorwurf, lieferte der Angeklagte ein paar Bestellungen aus. Anschließend entwendete er etwa 100 Euro aus dem Lieferportemonnaie. Mit dem Geld soll er sich dann aus dem Staub gemacht und per SMS gekündigt haben. Er sei sehr schlecht bezahlt worden, habe unentgeltlich viele Überstunden geleistet. Schließlich habe es ihm gereicht und er habe seinem Chef per SMS mitgeteilt, dass er nicht weiter für ihn arbeiten werde. Das Geld habe er aber nicht gestohlen.

Der Imbissbetreiber gab im Zeugenstand an, der Angeklagte habe ein paar Tage zuvor angegeben, das Lieferportemonnaie mit mehr als 200 Euro drin, verloren zu haben: „Das habe ich ihm ja noch geglaubt, kann ja mal passieren.“ Als das Geld jedoch ein zweites Mal verschwunden sei, habe er die Polizei gerufen und Anzeige erstattet. Bemerkt habe den Diebstahl seine Tochter, so der 55-Jährige. Nach der SMS mit der Kündigung hatten die Eltern sie gebeten, für den Angeklagten einzuspringen. „Ich habe das Portemonnaie zum Ausliefern genommen und reingeschaut – es war leer“, erklärte die Tochter. Zuvor habe es der Angeklagte beim Ausliefern bei sich gehabt. 

Für den Angeklagten war es nicht der erste Auftritt vor Gericht. In der Vergangenheit hatte er sich bereits wegen Betrugs, Diebstahls und Wohnungseinbruchs verantworten müssen. Ein Umstand, der bei der Urteilsfindung schwer wog. Der Richter sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der Meinerzhagener das Geld genommen hatte. „Sie hatten die Nase voll, es war kein günstiges Arbeitsverhältnis“, gab der Vorsitzende zu. Trotzdem habe der Angeklagte falsch gehandelt. Er hätte den Job besser von vornherein nicht annehmen oder früher gehen sollen.

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