68-Jähriger zerkratzt Auto der Nachbarin

Meinerzhagen - Mit einem spitzen Gegenstand zerkratzte ein 68-Jähriger auf dem Parkplatz der Stadthalle in Meinerzhagen das Auto seiner Nachbarin. Damit hatte er sich wegen Sachbeschädigung strafbar gemacht, weshalb er jetzt auf der Anklagebank des Amtsgerichts Meinerzhagen Platz nehmen musste.

Am 5. August vergangenen Jahres soll er die komplette rechte Seite des Fahrzeugs der Frau beschädigt haben. Im November war ihm dafür ein Strafbefehl über 1500 Geldstrafe ins Haus geflattert. Gegen diesen legte der Mann Einspruch ein. Vor Gericht erklärte der Angeklagte zunächst, dass er den Wagen gar nicht zerkratzt habe: „Der war schon so. Das habe ich ein paar Tage vorher gesehen.“ 

Der Umstand, dass die entstandene Schadenssumme von 1615,26 Euro vom Meinerzhagener beglichen worden war, ließ das Gericht jedoch an der Aussage des Mannes zweifeln. Und: Zeugen hatten bei der Polizei angegeben, den Angeklagten am Tattag am Fahrzeug seiner Nachbarin gesehen und dann ein typisches Kratzgeräusch gehört zu haben. Als die Frau den Schaden bemerkt hatte, habe sie laut Zeugenaussagen geschrien, woraufhin der 68-Jährige weggerannt sei. 

Die Frau habe er gehört, so der Angeklagte am Mittwoch. Weggerannt sei er aber nicht: „Ich bin ganz normal gelaufen.“ Auch für die Begleichung des Schadens hatte er eine Erklärung parat: „Meine Frau hat das Geld bezahlt, sie hatte Angst. Ich hätte das niemals gemacht.“ Nach einer kurzen Bedenkzeit entschied sich der Angeklagte dann aber doch, den Einspruch zurückzunehmen. Schlussendlich muss er die 1500 Euro Geldstrafe zahlen.

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