Mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Meinerzhagen - Am 4. Juli 2014 gerieten zwei Männer nach einem Fußballspiel aneinander. Vor einer Kneipe in Meinerzhagen schlug einer der Beteiligten dem anderen mit der Faust ins Gesicht. Besagter Schläger musste sich jetzt vor dem Amtsgericht Meinerzhagen verantworten.

Im Sommer vergangenen Jahres stand der 26-jährige Meinerzhagener dafür das erste Mal vor Gericht. Damals räumte er die Tat sofort ein. Sein Verfahren wurde gegen eine Geldbuße eingestellt. 

Diese blieb der Mann jedoch schuldig. Und so kam es einige Zeit später zu einem Wiedersehen vor Gericht. Allerdings fehlte vom Verteidiger des Meinerzhageners jede Spur. Dummerweise hatte der Angeklagte nämlich „vergessen“, seinen Rechtsbeistand zu bezahlen. Schließlich erließ das Gericht einen Strafbefehl von 1000 Euro gegen den 26-Jährigen. 

Doch damit war der Fall nicht erledigt, denn der Angeklagte legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Und so hieß es jetzt abermals vor Gericht antreten. Gleich zu Beginn der Verhandlung fühlte der Vorsitzende dem Angeklagten auf den Zahn. „Mit welchem Ziel haben Sie Einspruch eingelegt?“ Er könnte den Betrag aus dem Strafbefehl nicht aufbringen, schließlich sei er Hartz IV-Empfänger, so die Begründung des Mannes. 

Der Vorsitzende erklärte dem Angeklagten daraufhin, dass, da der Einspruch nichts mit der Straftat an sich zu tun habe, die Angelegenheit mit der Staatsanwaltschaft zu klären sei. Mit Vorlage seines Hartz-IV-Bescheids könnte der Angeklagte eine Ratenzahlung vereinbaren. Der neuen Erkenntnis folgte eine spontane Entscheidung des Meinerzhageners: Wenn das so sei, könnte er den Einspruch gegen den Strafbefehl ja auch zurücknehmen. 

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