Die Ampelschaltung hakt noch

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Die Ampelanlagen im Bereich der Autobahn befinden sich noch im Testlauf. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Am 14. Juli war es soweit: Das letzte Teilstück der neuen Meinerzhagener Südumgehung mit dem Knotenpunkt im Bereich der Autobahn konnte freigegeben werden. Doch es gibt Probleme.

Seit dem 14. Juli rollt der Verkehr auf der komplett fertiggestellten neuen Landstraße 306, die eine wichtige Verbindungsachse zwischen der Autobahn A 45 und dem Bergischen Land darstellt. Nach Meinung nicht weniger Autofahrer jedoch wird der Verkehrsfluss derzeit noch durch eine offenbar nicht optimale Ampelschaltung an den Einmündungsbereichen empfindlich gestört. „Das wird nicht so bleiben!“, verspricht Projektleiter Carsten Spreemann vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Zurzeit werden die Ampelanlagen noch mit einem Standardprogramm geschaltet, wobei nach wie vor der Verkehrsabfluss von der Autobahn Vorrang erhält.

Die vom Fachunternehmen Stührenberg Signaltechnik aus Detmold im Auftrag des Landesbetriebs installierten signaltechnischen Anlagen im Bereich der Autobahn können jedoch sehr viel mehr. „Es werden basierend auf den jetzt während der Verkehrsbelastung noch gemessenen Verkehrsströme Programme für die verschiedensten Verkehrssituationen errechnet und gespeichert“, erläutert Carsten Spreemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel der Planer sei eine vollständige Koordination der Schaltungen aller Ampeln unter- und miteinander, um am Ende einen verkehraufkommensmäßig optimierten Verkehrsfluss zu erreichen. Dazu sind immer wieder auch verschiedene Testläufe erforderlich.

Insofern täuscht der Eindruck, den aktuell die Autofahrer beim Passieren der insgesamt drei ampelgeregelten Verkehrsknotenpunkte erhalten, also nicht. Längere Wartezeiten oder nur kurze Grün- und dafür lange Rotphasen stellen in der Tat noch nicht den angestrebten optimierten Endzustand dar.

Betroffen sind die folgenden Verkehrsknotenpunkte:

Knotenpunkt Südumgehung/L 306 und Landstraße 173/ehemals B 54 im Bereich Tarrenbrink. Hier gibt es zwei Linksabbiegespuren, einmal für den Verkehr aus Richtung Drolshagen, der zur Südumgehung stadtauswärts will sowie eine weitere für den Verkehr, der von der Autobahn kommend in Richtung Drolshagen/Olpe fließt.

Knotenpunkt B 54/Autobahn A 45 Aus- und Abfahrt. Die Ausfahrt der A 45 fächert sich in vier Ausfahrspuren auf, je zwei Linksabbiege- und je zwei Rechtsabbiegespuren, um einen möglichst großen Stauraum vor dem signalgesteuerten Knotenpunkt zu erhalten.

Knotenpunkt B 54n/Landstraße 539. Die B 54 gliedert sich in zwei Linksabbieger und einen Rechtsabbieger in die L 539 auf.

Induktionsschleifen, die in der Fahrbahn verlegt sind und Videokameras an den Ampelmasten erfassen und messen die Verkehrsströme. Das jetzt gesammelte Datenmaterial wird voraussichtlich bis Ende August dazu beitragen, dass dann die neuen Programme eine koordinierte und damit deutlich bessere Schaltung aller Ampeln gewährleisten, kündigt Carsten Spreemann vom Landesbetrieb an. ▪ -fe

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