Altreifen-Thermolyse rückt ein Stück näher

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In Holzwipper, am „Alten Bahnhof“, soll die Thermolyse-Anlage entstehen. ▪

MEINERZHAGEN/HOLZWIPPER ▪ Die umstrittene Thermolyse-Anlage, in der in Holzwipper – an der Stadtgrenze zu Meinerzhagen – einmal Altreifen und Biomasse zu Öl verarbeitet werden sollen, rückt ein Stück näher.

Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Marienheide hat am Donnerstag getagt. Dabei stand auch eine für das Projekt nötige Bebauungsplanänderung am „Alten Bahnhof“, dem gewünschten Standort für die Thermolyse, auf der Tagesordnung. Mit zehn zu drei Stimmen votierten die Ausschussmitglieder schließlich für eine Änderung des Planes.

Ziel der Bauleitplanungen ist es, die planungsrechtlichen Grundlagen für die Errichtung und den Betrieb einer Drehrohr-Thermolyseanlage zu schaffen. Nachdem der Fachausschuss sein „ok“ gegeben hat, muss jetzt noch der Marienheider Rat am 27. November zustimmen.

Bekanntlich hat sich in der Nachbargemeinde Widerstand gegen den Bau der „Pilot- und Forschungsanlage“ formiert. Mitglieder der „Bürgerinitiative pro Wipperauen“ glauben, dass bei der Thermolyse von Altreifen giftige Abgase freigesetzt werden und wassergefährdende Stoffe entstehen. Sie bemängeln außerdem die Nähe zum Naturschutzgebiet „Eulenbecke“ und befürchten, dass ein Bereich von acht Kilometern um die Anlage herum „hoch gefährdet“ sei. ▪ beil

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