Telekom will Sender in Meinerzhagen aufrüsten

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Die Telekom-Sendestation Schwarzenberg soll nach massiven Problemen technisch aufgerüstet werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Nutzer des D1-Mobilfunknetzes der Telekom wunderten sich in den vergangenen Wochen nicht selten über unerklärliche Störungen. Verbindungen brachen ab oder kamen erst gar nicht zustande – und das mitten im Stadtgebiet von Meinerzhagen. Im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt fragten die Ausschussmitglieder Jan Blume (CDU) und Peter Kamphaus (SPD) nach.

Die Verwaltung versprach, sich der Angelegenheit anzunehmen.

Jetzt konnte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar mit Informationen dienen, die es allerdings erst nach längeren Hin und Her nunmehr offiziell von einem Sprecher der Deutschen Telekom in Dortmund per E-Mail gab. Telekom-Kunden, die sich an ihren Netzbetreiber gewendet hatten, waren zuvor stets eher mit vagen Auskünften oder Beschwichtigungen abgespeist worden. Nunmehr steht fest: Es gab und es gibt noch technische Probleme, die in Zusammenhang mit der Sendestation am Schwarzenberg in Meinerzhagen stehen.

Hier Auszüge aus der dazugehörigen Information der Telekom:

„In Meinerzhagen ist eine exponiert stehende Sendestation (Schwarzenberg) für UMTS nur mit einer Kupferleitung angebunden. Aufgrund der exponierten Lage hat dieser Sender einen großen Versorgungsbereich. Gleichzeitig ist eine Anbindung des Standorts mit Glasfaser sehr teuer. Daher wurde in der Vergangenheit die Leitungsanbindung nicht verändert. Für Ende 2013 war die Umrüstung auf eine Richtfunkanbindung geplant. In den letzten Jahren hat die Nutzung des UMTS-Netzes erheblich zugenommen. Bis zu einer bestimmten Grenze merkt der Kunde nicht, dass das Netz belastet ist. Über dieser Grenze jedoch gibt es dann auf einmal erhebliche Probleme. Leider traten jetzt die Probleme vor der Änderung auf, so dass die Kunden massiv davon Kenntnis bekommen haben.

Um die aktuelle Situation zu entschärfen, wurde erst einmal der UMTS-Sender komplett abgeschaltet. Dadurch ist es wenigstens wieder möglich, Notrufe abzusetzen. Mitte Juni wird dann die Kupferanbindung so weit erweitert, dass die UMTS-Station wieder eingeschaltet werden kann. Parallel dazu haben wir die Umstellung auf eine Richtfunkstation beschleunigt und hoffen hiermit Anfang September in Betrieb gehen zu können. Das ist jedoch auch von Faktoren abhängig, auf die wir keinen Einfluss haben und dadurch ist der Termin September noch unsicher. Als Letztes wird Ende des Jahres die Sendestation noch um LTE1800 erweitert. Dann sollten die Probleme alle abgestellt sein.“ Soweit die Information der Telekom. ▪ -fe

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