Bürgerversammlung zum Ausbau des Akazienwegs

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Das „Erklärteam“, bestehend aus (von links) Thorsten Hasek, Jürgen Tischbiereck, Maic Beckmann, Burkhard Sasse, Susanne Richter und Markus Schade, beantwortete alle Fragen.

Meinerzhagen - Sehr interessiert und mit einigen konstruktiven Vorschlägen trugen am Montagabend die Anwohner des Akazienweges ihren Teil zu einer informativen Einwohnerversammlung bei. Zu dieser hatte die Stadt in den Ratssaal eingeladen. Mehr als 20 Personen waren gekommen, um sich die vorgesehenen Arbeiten am Kanal und der Straße erläutern zu lassen.

Jürgen Tischbiereck – Fachbereichsleiter bei der Stadt – ging bereits in seiner Begrüßung auf einen wichtigen Punkt ein. „Wir legen ihnen zwar eine fertige Planung vor, die ist aber nicht abgeschlossen. Vielmehr sind wir offen für ihre Anregungen und erfüllbaren Veränderungsvorschläge.“

Um die Fakten für die Baumaßnahme möglichst umfassend „rüberbringen“ zu können, hatte sich der Fachbereichsleiter personelle Unterstützung mitgebracht. Zum einen vom planenden Ingenieurbüro Schmidt die Mitarbeiter Burkhard Sasse und Maic Beckmann, zum anderen seine Kollegen Susanne Richter und Thomas Hasek, sowie Markus Schade. Letztere sind während der fünfmonatigen Bauphase, die Mitte April beginnen soll, auch die „Hauptansprechpartner“ für die Betroffenen.

In seinen Erläuterungen machte Burkhard Sasse den Grund für die Sanierung der Straße und des Kanals deutlich. Alt, desolat und nicht dem technischen Standard von heute entsprechend, ist die Kurzform seines Vortrages. Wie es demnächst aussehen soll, folgte dann direkt im Anschluss an den Bericht über den Istzustand. Kernaussage hierbei: Es bleibt im Wesentlichen wie es ist, nur eben nach neuestem Standard. So entschieden die Anlieger denn auch mehrheitlich, auf einen abgetrennten Gehweg zu verzichten. Neben der besseren Ausnutzbarkeit der ohnehin engen Platzverhältnisse im Akazienweg, spielte dabei auch die etwas „kostengünstigere“ Abrechnung für die Anlieger eine Rolle.

Rund 535 000 Euro sind von den Fachleuten für die Gesamtmaßnahme als Kostenaufwand geschätzt worden. Für den nach Kommunalabgabengesetz umlegbaren Teil der Straßenerneuerung samt Beleuchtung, stehen davon 321 000 an.

„Durch die Einbindung der Arbeiten der Versorgungsträger, welche sich an den Tiefbaukosten der Straße beteiligen müssen, reduziert sich die Summe allerdings deutlich“, warf Jürgen Tischbiereck sehr zur Freude der Zuhörer ein.

Technische Detailfragen der einzelnen Grundstückseigentümer nahmen einen recht erheblichen Teil der Sitzungszeit in Anspruch. Neben „persönlichen“ Befindlichkeiten, stand dabei auch die Lösung für ein gemeinsames „Problem“ auf der Agenda. Hierbei regten die Anlieger die Verlegung der Wasserrinne im Wendehammer an, damit beim alljährlichen Straßenfest auch der Bierwagen und Tische und Bänke auf einer „ebenen Fläche“ stehen könnten. Die Zusage, diesem Wunsch nachzukommen, gab es dann auch gleich postwendend vom Fachbereichsleiter.

Susanne Richter hatte die wohl unangenehmste Aufgabe an diesem Abend zu erledigen. Sie musste eine, allen eigentlich bekannte, Nachricht überbringen: „Die Maßnahme ist beitragspflichtig. Nach derzeitigen Kostenschätzungen werden zwischen acht und neun Euro pro anrechenbarem Quadratmeter von ihnen zu zahlen sein“. Vor dieser Aussage hatte Susanne Richter im Detail die Rechtsgrundlagen und den Berechnungsmodus erklärt.

Ein häufig und so auch am Montagabend hierbei auftretender Knackpunkt: Die doppelte Beitragspflicht für Grundstücke, die von mehreren Straßen zu erschließen sind. Im vorliegenden Fall trifft dieses für die Anlieger des Nussbaumweges zu. Die waren am Ende der Versammlung, trotz aller umfangreichen und sachlichen Erklärungen der Fachleute aus dem Rathaus, nicht erfreut. Hauptgrund hierfür: Auch der Nussbaumweg soll demnächst noch beitragspflichtig saniert werden.

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