Aggerkurven werden zur Todesstrecke

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Wieder wird die Landstraße 323 im Bereich der Aggerkurven einem Motorradfahrer zum Verhängnis. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Innerhalb von nur zwei Wochen ist auf den in Biker-Kreisen besonders beliebten Agger-Kurven bei Meinerzhagen schon das zweite Todesopfer zu beklagen.

Ein 29-jähriger Motorradfahrer aus Köln befuhr nach Polizeiangaben am Karsamstag gegen 13:40 Uhr die Landstraße 323 aus Richtung Meinerzhagen in Fahrtrichtung Gummersbach. Im Bereich einer Linkskurve kam der Mann aus noch ungeklärter Ursache zu Fall und kollidierte mit den Leitplanken. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Kölner Spezialklinik geflogen. Dort verstarb er noch am Nachmittag.

Die L 323 wurde während der Unfallaufnahme komplett gesperrt. Im Einsatz war auch die Feuerwehr aus Meinerzhagen.

Genau vor zwei Wochen, am 10. April, war in den Aggerkurven nahezu an gleicher Stelle ein 20 Jahre alter Bergneustädter tödlich verunglückt. Der Mann war in einer Kurve mit seiner Maschine ins Rutschen geraten und gegen einen Befestigungspfeiler der Schutzplanke geprallt.

Dieser Unfall hatte auch in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Meinerzhagen ein Nachspiel. Dort wurden wirksame Maßnahmen zum besseren Schutz von Motorradfahrern gefordert, so unter anderem auch eine Ummantelung der Leitplankenpfosten. Es wurden aber auch kritische Stimmen laut, die von einer „Rennstrecke“ sprachen und die erneut eine Sperrung der Strecke für Motorradfahrer ins Gespräch brachten.

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