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Abschied nach 31 Jahren: Leitungswechsel bei der Awo

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Von: Luitgard Müller

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Mit einem selbst entworfenen Wappen verabschiedete sich das Mitarbeiterteam von seiner Leiterin Susanne Bisterfeld (links). Es ist mit Awo – authentisch, wertschätzend, offen – überschrieben. In diesem Sinne will auch Pia Schmidt die Arbeit der Beratungsstelle fortführen.
Mit einem selbst entworfenen Wappen verabschiedete sich das Mitarbeiterteam von seiner Leiterin Susanne Bisterfeld (links). Ihre Nachfolgerin wird Pia Schmidt. © Müller

Vorfreude auf der einen Seite, ein wenig Wehmut auf der anderen: Nach 31 Jahren verabschiedete sich Susanne Bisterfeld als Leiterin der Awo-Beratungsstelle in Meinerzhagen in den Ruhestand - und stellte zugleich ihre Nachfolgerin vor.

Meinerzhagen – Mit Vorfreude auf den Ruhestand, aber auch mit ein wenig Wehmut über den Abschied von einem engagierten Mitarbeiterteam und einer erfüllenden Aufgabe verabschiedete sich Susanne Bisterfeld, Leiterin der Awo-Beratungsstelle, am Freitag in größerem Kreise persönlich. Den vielen Gästen stellte sie dabei gleichzeitig auch ihre Nachfolgerin Pia Schmidt vor.

31 Jahre war Susanne Bisterfeld für die Beratungsstelle tätig, die letzten zehn davon als Leiterin. „Es hat mir immer gutgetan, mit Ihnen allen gemeinsam an der Aufgabe zu arbeiten, für die Menschen, die sich uns anvertraut haben, nach guten Lösungen für ihre großen und kleinen Probleme zu suchen“, wandte sie sich an ihre Mitarbeiterinnen und Kooperationspartner.

„Ich habe in den vergangenen 30 Jahren erleben dürfen, wie sich die Zusammenarbeit veränderte – von einem anfangs vielleicht skeptischen Blick auf das, was andere machten, bis zu einem wertschätzenden Miteinander auf Augenhöhe, sei es bei vielen persönlichen Kontakten und in Arbeitskreisen oder mit den Familienzentren, Schulen, Jugendämtern und anderen Einrichtungen.“

Onlineberatung für Jugendliche gegründet

Es habe ihr immer Freude gemacht, Neues zu entwickeln, bemerkte die scheidende Leiterin zurückblickend. Wie etwa die 2005 gegründete Jugendonlineberatung, die seitdem von vielen hilfsbedürftigen Jugendlichen in Anspruch genommen werde. „In ihren Mails zeigen sie uns immer wieder, wie sehr es sich lohnt, dafür zu kämpfen, dass dieses Angebot erhalten bleibt, denn es ist leider immer noch nicht regelfinanziert“, erläuterte Susanne Bisterfeld und dankte besonders dem Förderverein BAFF, dem Rotary Club sowie dem Inner Wheel Club für die finanzielle Unterstützung, ohne die diese Beratung nicht möglich wäre.

Nicole Neises-Weiler, Bereichsleiterin Jugend, Kinder und Familie im Awo-Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis, dankte der scheidenden Leiterin für ihre Energie und ihr Engagement, mit denen sie die Entwicklung von digitalen Beratungsangeboten vor allem auch während der Coronapandemie mit ihrem Team vorangetrieben habe. Bis zum Konzept des „Blended Counseling“, das mittlerweile bundesweit angefragt werde. An weiteren Verbesserungen dieser Mischform aus Offline- und Onlinekommunikation will Bisterfeld auch noch im kommenden Jahr weiterarbeiten. „Dann fällt mir der Abschied nicht so schwer“, meinte sie.

Pia Schmidt als Nachfolgerin vorgestellt

Als „erfahren“ und „gut ausgebildet“ stellte Nicole Neises-Weiler am Freitag zudem Pia Schmidt als neue Leiterin der Awo-Beratungsstelle vor. Die Gronauerin ist 31 Jahre alt, absolvierte ein Bachelor- und Masterstudium an den Universitäten Münster und Fulda und wird in Kürze am Essener Institut für Systemische Familientherapie (ifs) Supervision und Organisationsentwicklung abschließen. Sie arbeitete bisher als Regionalleiterin bei einem ambulanten Jugendhilfeträger. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die Zusammenarbeit,“ sagte die Münsterländerin bei ihrer Vorstellung.

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