Schandfleck an der Fröbelstraße

Schrott-Immobilien weichen vier "Stadtvillen": Schandfleck verschwindet

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Die Materialien müssen vor der Entsorgung sortiert und getrennt entsorgt werden.

Meinerzhagen - Sisyphusarbeit – genau das ist es, was Mitarbeiter der Firma Hendler aus Plettenberg in den Schrott-Immobilien an der Fröbelstraße leisteten.

Die Männer waren in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, die Gebäude zu entkernen, bevor sie abgerissen werden. Viele Jahre lang entwickelte sich der Komplex direkt an der Einmündung Siepener Weg/Fröbelstraße immer mehr zu einem innerstädtischen Schandfleck. 

Die einstigen Geschäfte, ein Discounter, eine Bäckerei und eine Metzgerei sind längst ausgezogen, Vandalismus war immer wieder ein Thema. 

Bagger sind schon angerückt

Die Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) erwarb die Fläche und will jetzt an exakt dieser Stelle vier neue Mehrfamilienhäuser bauen. Doch bevor der erste Spatenstich ausgeführt werden kann, gilt es, die Bestandsgebäude dem Erdboden gleich zu machen. 

Das ist gar nicht so einfach, denn: Viele verschiedene Materialien fallen an, die sorgsam getrennt werden müssen. Metall, Holz, Dämmmaterial und Plastikteile beispielsweise werden aussortiert und in große Container gepackt.

Inzwischen sind allerdings bereits die Bagger angerückt. Mit schwerem Gerät geht es jetzt Mauern und Dächern „an den Kragen“. Diese Arbeiten werden einige Wochen in Anspruch nehmen. Der Neubau ist dann für den Zeitraum vom Frühjahr 2019 bis zum Frühjahr 2021 geplant. 

„Der Markt gibt das her“

Die MBG möchte vier „Stadtvillen“ bauen. Die sollen – je nach Bedarf – in insgesamt 56 bis 64 Miet- und Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Die Investitionssumme beträgt laut MBG rund 12 Millionen Euro. Die Planung der Gebäude hat das Büro Christ aus Freudenberg übernommen. 

Die Größe der Wohnungen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch individuell angepasst werden. Baugesellschafts-Geschäftsführer Oliver Drenkard erläuterte, dass es beispielsweise möglich sei, aus einer großen zwei kleinere Einheiten zu machen. 

Dass die neuen Wohnungen in Meinerzhagen benötigt werden, davon ist Drenkard überzeugt: „Der Markt gibt das her“, glaubt er.

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