Für Abiturienten beginnt ein neuer Lebensabschnitt

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„Always look at the bright side of life“ sangen die Abiturienten gemeinsam mit Gerrit Eckert nach der Zeugnisausgabe. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Für 116 Schülerinnen und Schüler des evangelischen Gymnasiums beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Im Rahmen einer Feierstunde in der Stadthalle nahmen sie am Samstag ihre Abiturzeugnisse entgegen.

Florens Burgert, Jan-Erik Schumann und Denis Klein schlossen mit der Note 1.0 ab, und wurden für ihre Leistungen mit einem Geschenk belohnt. Für kulturelle Leistungen wurden Marius Klotz und Dustin Koch ausgezeichnet, Laura Schönweis für ihre Arbeit im Presseteam sowie Mona Weiland, Philipp Gräwe und Daniel Billigmaier, die einen Vertretungsplan für den Computer erstellten.

Mit den diesjährigen Abiturienten verließen Menschen die Schule, mit denen man sinnvoll und konstruktiv zusammenarbeiten, ernsthafte Gespräche auf Augenhöhe führen könne, bescheinigte Stufenleiter Frieder Dangendorf den scheidenen Schülern: „Durch sie habe ich gelernt, dass in der „Jugend von heute“ wohl doch mehr Substanz steckt, als man ihr häufig genug zugestehen will.“

Mit Glückwünschen und guten Wünschen für die Zukunft verabschiedeten sich auch Dr. Joachim Böhme, Vorsitzender der Elternpflegschaft, und Nicole Ossenbühl als Vertreterin der Schüler von den Schulabgängern. Diese wiederum dankten durch Lesley Ann Schneider und Falk Lehnhard ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren. „Wohin du auch gehst, gehe mit deinem Herzen. Und bedenke, dass der leichteste Weg nicht immer der beste ist“, lautete ihre Empfehlung.

Schulleiter Sven Dombrowski, seit fünf Monaten in diesem Amt, dankte Heinz-Hermann Haar, der auch zugegen war, dafür, dass er nun die „Ernte einbringen dürfe, die sein Vorgänger gesät habe“. In einer Power-Point-Präsentation überraschte er die Schulabgänger mit Fundstücken aus dem Archiv der Schule, die sie zu Beginn ihrer gymnasialen Laufbahn zeigten.

Mit Blick auf die kommenden Jahre fragte Dombrowski eindringlich: „Wie lautet Ihre Vision?“ Um eine klare Vorstellung für die nächsten Ziele und den eigenen Lebensweg zu entwickeln, riet er: „Träumen Sie. Diskutieren Sie. Formulieren Sie ihre Ziele. Setzen Sie sich erreichbare Ziele. Nutzen Sie den Tag, gehen Sie jeden Tag ein Stück weiter“. Denn: „Vision ohne Handlung bleibt ein Traum. Wer aber mit Visionen handelt, erreicht etwas.“

Auch für die Entwicklung des evangelischen Gymnasiums gelte es Visionen zu entwickeln, sagte Dombrowski, denn in den kommenden Jahren würden sich die Bedingungen für die Schule auf Grund des demografischen Wandels, der Schulzeitverkürzung und der Heterogenität (Inklusion) ändern. In Meinerzhagen stehe die Hauptschule vor dem Aus. In der Diskussion über die weitere Schulentwicklung wünsche er sich eine Lösung, die für mehrere Jahre Ruhe an der Bildungsfront garantiere. Dombrowski: „Es stellt sich die Frage: Wie bilden wir aus?“

Das evangelische Gymnasium besitze im christlichen Menschenbild ein gutes Fundament, sagte er. „Wir haben eine tolle Atmosphäre und ein ebensolches Kollegium. Ich wurde hier warm aufgenommen, und wir sind gut eingebunden durch Kirche, Stadt und Sponsoren.“

Für das Gymnasium im Jahre 2020 wünsche er sich einen offenen Empfang und ein offene Verwaltung, sowie eine individualisierte und kreative Förderung der Schüler mit Selbstlernzimmern: „Schüler lernen besser untereinander.“ Der FUN-Bereich (Fördern und Nachhilfe) und die Profilklassen solle deshalb ausgebaut werden. Ebenso das soziale Praktikum. Da auch ausreichende Bewegung die Lernfähigkeit überaus positiv beeinflusse, wünsche er sich gute ausgebaute Sportanlagen, aber auch eine Kapelle, als Rückzugs- und Ruheort.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung, die von musikalischen Beiträgen von Erika Breul, Tobias Link, Marius Klotz, Dustin Koch und Carsten Voswinkel umrahmt wurde, und einem gemeinsamen Abendessen unterhielten die Abiturienten, die das Motto „Abithen 2011 – Die Götter verlassen den Olymp“ ihre Gäste beim Abiball mit einem bunten Programm. ▪ luka

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