Corona und Kultur

KuK macht Hoffnung auf Kultur

KuK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus hofft, dass Kultur ab Mai wieder möglich wird.
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KuK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus hofft, dass Kultur ab Mai wieder möglich wird.

„Wir setzen alles daran, unseren Besuchern auch künftig ein attraktives Programm zu bieten.” Karl-Heinz Kraus ist Vorsitzender des KuK-Vereines und als solcher in Meinerzhagen und Kierspe für die Kultur zuständig.

Meinerzhagen/Kierspe – Kultur und Corona – da treffen allerdings zwei Welten aufeinander. Die Pandemie lässt auch in diesem Bereich das öffentliche Leben stillstehen. Aufgeben wollen Kraus und seine Mitstreiter im heimischen Kulturverein allerdings trotz des Lockdowns auf keinen Fall. Und so ruhen ihre Hoffnungen auf der zweiten Jahreshälfte, in der die Ausbreitung des Virus so weit zurückgedrängt sein sollte, dass wieder zu Kulturveranstaltungen eingeladen werden kann.

Hoffnung auf Impfungen

Dass man noch vor den Sommerferien richtig durchstarten kann, halten alle Beteiligten indes für sehr unwahrscheinlich. Zum Jahresbeginn richten sich deshalb alle Blicke auf das Frühjahr und die Impfungen. Ein wenig Optimismus ist durchaus vorhanden: Ab Mai könnte es wieder vorsichtig losgehen, so die Hoffnung. Alle KuK-Aktionen, die bis dahin geplant waren, wurden allerdings bereits gestrichen.

Kabarett, Kino, Konzerte, KuK-Tours. 25 Jahre Verein für Kommunikation und Kultur. Das KuK-Programm für das Jubiläumsjahr wartet mit klangvollen Namen auf (siehe Info-Kasten), mit bunter Vielfalt – trotz der Pandemie. Ein Programm, das sich sehen lassen kann. Allerdings: Eine erste bedeutende Veranstaltung musste bereits abgesagt werden: das Neujahrskonzert – und damit der erste Höhepunkt. „Es war sehr schnell klar, dass wir das traditionelle Neujahrskonzert mit der Philharmonie Südwestfalen würden absagen müssen”, blickt Karl-Heinz Kraus auf die Pandemie-Lage im November und Anfang Dezember zurück. Fest geplant – und zumeist auch schon gebucht – waren da allein bis Ende Juni 14 Veranstaltungen. Eine davon, das Stück „Chocolat” mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer, vorgesehen für den 20. Februar in der Stadthalle, soll nun im Herbst nachgeholt werden.

KuK steht in den Startlöchern

Man stehe in den Startlöchern, dazu zähle auch ein Hygiene-Konzept, sagt Kraus. Doch die Unsicherheit ist groß, weshalb auch der Flyer mit den einzelnen Terminen noch nicht aufgelegt wurde. „Es macht keinen Sinn, mit dem Programm Appetit zu machen und dann die Veranstaltungen absagen zu müssen”, erläutert der zweite KuK-Vorsitzende Wolfgang Schmitz. Üblicherweise lag das Programm jeweils im Dezember des Vorjahres vor. Dass Kultur auch unter Corona-Bedingungen möglich ist, hat KuK bereits bewiesen: „Unser Hygiene-Konzept hat beim Kabarett-Abend mit Jürgen Becker im September gut funktioniert und ist viel gelobt worden”, sagt Kraus und fügt hinzu: „Aber wir haben auch eine Verantwortung und Vorbildfunktion, was die Gesundheit der Beteiligten und die Akzeptanz der Regeln angeht.” KuK sieht das Jubiläumsprogramm nun als optimistischen Versuch, mit dem Virus zu leben, sich aber nicht von ihm vereinnahmen zu lassen. Und so hält es KuK auch mit Pablo Picasso, der es so formulierte: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen. Es gilt, Begeisterung zu wecken, denn Begeisterung ist das, was wir am meisten benötigen – für uns und für die jüngere Generation.”

Eventuell kurzfristige Angebote

Flexibilität ist also eine Tugend, auf die der KuK-Verein in diesen unsicheren Zeiten setzen muss. Wolfgang Schmitz verspricht deshalb: „Wenn die Situation es zulässt, können wir kurzfristig weitere Angebote ermöglichen.”

Das abgelaufene Jahr jedenfalls sollte dabei nicht als Vorbild dienen. Der Not gehorchend, mussten 2020 allein zehn Großveranstaltungen abgesagt werden. „Langsam wird es problematisch, dafür Ersatztermine zu finden”, stellt Karl-Heinz Kraus fest. Damit, so die Schlussfolgerung, werde ein Teil des Jubiläumsprogramms wohl erst 2022 über die Bühne gehen können. Weil auch die Sanierung der Stadthalle durch die Pandemie weiter nach hinten rückt, geht man bei KuK davon aus, dass Kultur auch 2022 in Meinerzhagens „guter Stube” stattfinden kann.

Kultur ist gerade im Volmetal eigentlich etwas Selbstverständliches, auch und vor allem dank KuK. Und das Bedürfnis nach Kultur ist nach langer Abstinenz groß. „Die Angebote 2021 können also Balsam für unsere strapazierten Gemüter sein”, heißt es im Editorial des druckfertigen Flyers. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Das KuK-Programm 2021

Am 8. Mai könnte das Musik-Programm „Schöne Welt, du gingst in Fransen“ mit dem Wunderhorn-Quartett Erinnerungen an die „Goldenen Zwanziger“ wecken.

Am 11. Mai soll Sven Plöger in die Stadthalle kommen. Sein Programm: „Zieht euch warm an...“

Für den 16. Mai ist wieder KuK-Kino (Awo-Treff) mit Frühstück geplant. Gezeigt wird „Ein Sommer in New York“.

Am 5. Juni gibt es in der Stadthalle Kabarett mit Sebastian Pufpaff.

Am 10. September steht ein Konzert im Kiersper PZ der Gesamtschule mit „Basta“ an.

Am 24. September wird das ausgefallene Konzert mit Cuarteto Mosaico in der Margarethenkirche nachgeholt.

„Queenz of Piano“ holen ihr ausgefallenes Konzert am 8. Oktober in der Stadthalle nach.

Das westfälischen Landestheater mit „Nathan der Weise“, eigentlich für den 11. Januar vorgesehen, gastiert am 9. November in der Stadthalle.

„Chocolat“ mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer wird am 27. November in der Stadthalle zu sehen sein.

Am 23. November kommt Jürgen B. Hausmann in die Stadthalle.

Kabarettist René Steinberg kommt am 18. Dezember in die Stadthalle.

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