8613 Euro für den guten Zweck

+
Unter Aufsicht der Feuerwehr Willertshagen wurden die Bäume im Industriegebiet verbrannt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ 8613,23 Euro landeten am Samstag in den Sammelbüchsen der rund 180 freiwilligen Helfer, die sich an der großen Weihnachtsbaum-Sammlung im Stadtgebiet beteiligten.

Eine stattliche Summe, die vielen von Krankheit bedrohten Menschen eine Chance auf eine gesunde Zukunft ermöglicht. Denn wie gewohnt wird das Geld auch dieses Jahr zur Unterstützung der Leprastation im indischen Pullamady eingesetzt.

Seit 37 Jahren findet die alljährliche Sammlung im Namen der Aktionsgruppe Meinerzhagen der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) statt. Organisator Thomas Arens ist froh, jedes Jahr bis zu 200 Freiwillige mobilisieren zu können, die ihre Freizeit für die gute Sache opfern und auch bei klirrender Kälte, Schnee oder Regen einsatzbereit sind. In diesem Jahr musste aber niemand frieren, bei Temperaturen knapp über null Grad und trockener Witterung lief alles reibungslos. 18 Firmen stellten kostenlos ein oder mehrere Fahrzeuge zur Verfügung. „Der überwiegende Teil der Helfer ist schon seit vielen Jahren mit dabei“, lobte Arens. „Es ist schön, sich auf diese Unterstützung verlassen zu können.“

Am Samstagmorgen mussten die Helfer früh auf den Beinen sein, schließlich trafen sich alle schon um neun Uhr an der Stadthalle. Von dort schwärmten sie in alle Himmelsrichtungen aus. Unter den wachsamen Augen der Mitglieder der Löschgruppe Willertshagen ging schließlich Fuhre um Fuhre der stacheligen Ladung auf einem Gelände im Industriegebiet Schwenke in Flammen auf. Auch die Jugendfeuerwehr bewies enorme Einsatzfreude und half beim Sammeln. Bald loderten die Flammen viele Meter hoch in den Himmel, während immer neue Wagenladungen das Feuer anheizten. Nach getaner Arbeit gab’s wie gewohnt eine deftige Stärkung: Mitglieder des Löschzugs Rönsahl teilten heiße Erbsensuppe aus, weitere Helfer versorgten die hungrigen Besucher mit Bockwürstchen, Toasts und Getränken. Bereits zum zweiten Mal konnte eine Lagerhalle der Stadtwerke ganz in der Nähe der Deponie zur Einkehr und Verpflegung der Helfer genutzt werden.

Seit mehr als 50 Jahren unterstützt die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe den Aufbau von Gesundheits- und Sozialstrukturen in Afrika, Asien und Lateinamerika. In dieser Zeit konnten mehr als 2,1 Millionen Leprakranke und 3,9 Millionen Tuberkulosekranke medizinische und soziale Hilfe erhalten. Lepra ist mittlerweile zwar heilbar geworden, dennoch bleibt die Krankheit vor allem in Entwicklungsländern eine große Herausforderung. Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe schätzt die Zahl der jährlich weltweit registrierten Neuinfektionen auf 230 000 bis 270 000. Durch den Einsatz des DAHW wurden die Therapiemöglichkeiten gefördert, Erkrankte erhalten Zugang zu Diagnose und Behandlung. Diese Hilfe bewahrt viele vor einer Behinderung und vor Ausgrenzung. Wer die Arbeit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe unterstützen möchte, kann entweder direkt auf das Spendenkonto 9696 der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe bei der Sparkasse Mainfranken (BLZ 790 500 00) oder auf das Konto 36 400 der Meinerzhagener Aktionsgruppe bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen (BLZ 458 516 65) spenden. ▪ ps

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare