L 708 deutlich schneller als geplant saniert

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Letzte „Feinarbeiten“ an den Zufahrten und an dem Bankett wurden in Angriff genommen. ▪

VALBERT/WINDEBRUCH ▪ Das passiert bei Straßenbauprojekten eher selten! Der Auftrag wird erheblich schneller erledigt, als ursprünglich vorgesehen.

Genau das ist bei der Maßnahme an der L 708 zwischen dem Schnütgenhof und der Zufahrt zur Listerstaumauer jetzt der Fall.

Im Auftrag des Landesbetriebes Straßen NRW war die Kirchhundemer Firma Straßen- und Tiefbau in den vergangenen Monaten damit beschäftigt, sowohl die Fahrbahnoberfläche komplett zu sanieren, als auch einen kombinierten Geh- und Radweg an der „Uferseite“ der Listertalsperre anzulegen. Etwa 700 000 Euro betragen die Kosten für den rund 900 Meter langen Abschnitt. Mit dem Einrammen und Montieren der Schutzplanken in dieser Woche und noch kleineren Arbeiten an den Zufahrten und Banketten ist die Maßnahme nun erledigt.

„Trotz eines Mehraufwandes von etwa 40 Prozent durch weitere Auftraggeber, die sich an die Maßnahme angehängt haben, konnten wir die vorgesehene Bauzeit etwa halbieren“, so Michael Tillmann, Bauleiter der Firma S. und T, auf Nachfrage der MZ.

Nunmehr können sich Fußgänger und Radfahrer über eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Zustand freuen. Nicht zuletzt zu den Spitzenzeiten des Badebetriebes an der Lister kam es in diesem Streckenabschnitt immer wieder zu brenzeligen Situationen. Zur Straßenüberquerung stehen den Besuchern neu errichtete Caps zur Verfügung, welche gleichzeitig auch dem Linenienbusverkehr als Haltestellen dienen. Zur Erhöhung der Sicherheit ist dort noch die Installation einer Fußgängerampel vorgesehen.

Der Plan, möglichst zeitgleich auch die Parkplatzsituation für die Badefreunde zu verbessern, ist allerdings ins Stocken geraten. Im Rahmen des Regionale-Projektes Naturerlebnis Biggesee-Listersee soll unterhalb des Schnütgenhofes ein Parkplatz für 236 Autos entstehen. Die notwendige Verfüllung des Geländeeinschnitts ist weitgehend abgeschlossen. Rund 68 000 Kubikmeter Bodenaushub wurden dafür benötigt, was etwa 3200 Lastwagenladungen entspricht.

Die Ausschreibung und Vergabe der noch anstehenden Arbeiten, zu ihnen gehört auch die Anlegung eines Zuganges zur Lister in Höhe der neuen Fußgängerquerung, soll in den nächsten sechs bis acht Wochen erfolgen. „Wir haben inzwischen die Bewilligung der Fördermittel aus dem Regionaletopf auf dem Tisch liegen und können die Angelegenheit jetzt umsetzen“, so der Attendorner Tiefbauamtsleiter Andreas Dicke auf Anfrage der MZ.

Für die anstehende Badesaison – sofern es überhaupt eine geben sollte – dürfte „der Zug“ allerdings abgefahren sein. Eine Tatsache, die es aus Sicht der Stadt Attendorn notwendig macht, den Überwachungsdruck für Falschparker am Randstreifen zu erhöhen. Diese haben nämlich jetzt nur noch einen minimalen Streifen für ihr potenzielles verbotswidrige Verhalten zur Verfügung und würden sonst den „fließenden Verkehr“ erheblich behindern ▪ jjh

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