Fall des Reitstallbetreibers erneut vor BGH

Meinerzhagen - Das Urteil gegen einen 66-jährigen Reitstallbetreiber aus Meinerzhagen muss erneut vom Bundesgerichtshof (BGH) überprüft werden.

Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilte Angeklagte hat Revision auch gegen die Entscheidung der 2. großen Jugendkammer des Landgerichts eingelegt. Dies bestätigte Opferanwalt Dominik Petereit nach einer entsprechenden Nachfrage bei der 2. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen.

Diese hatte den Angeklagten zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Dieses Urteil ist durch das Revisionsverfahren nun weiterhin nicht rechtskräftig. Da der BGH die Tatsachenfeststellungen des ursprünglichen Urteils nicht beanstandet hat, kann allenfalls die Festlegung des Strafmaßes durch das neue Urteil Grundlage für die Rechtsbeschwerde sein.

Möglicherweise will der Angeklagte durch die Einlegung eines weiteren Rechtsmittels auch nur Zeit gewinnen, um seine Haftstrafe noch nicht antreten zu müssen. Denn erfahrungsgemäß gehen einige Monate ins Land, bis eine Entscheidung durch den BGH überprüft ist.

Ein Versehen der 1. großen Jugendstrafkammer bei der Festlegung der Länge der Haftstrafe hatte die Revision gegen das erste Urteil ausgelöst.

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