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3G/2G? Das sagen Gastronomie und Dienstleister

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Von: Dominic Rieder

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Beate Malek, Inhaberin des Cafés Kaffeeklatsch, begrüßt die Einführung der 2G-Regelung.
Beate Malek, Inhaberin des Cafés Kaffeeklatsch, begrüßt die Einführung der 2G-Regelung. © Dominic Rieder

Ob die Anzahl der Infizierten oder der Inzidenzwert – die Corona-Zahlen sind zuletzt in alarmierendem Maße wieder angestiegen.

Meinerzhagen – Das künftige Vorgehen gegen die Pandemie will an diesem Donnerstag nun die Bund-Länder-Konferenz (» siehe Infokasten) bestimmen. Der neue Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Hendrik Wüst (CDU), war am Dienstag bereits vorgeprescht und hat in „seinem“ Bundesland die Einführung der 2G-Regel (geimpft und genesen) angekündigt. Die neuen Corona-Auflagen bundesweit sollen an diesem Donnerstag nach der Zusammenkunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer verkündet werden. Greifen soll die 2G-Regel in NRW voraussichtlich in der kommenden Woche.

Wir haben bei der heimischen Gastronomie, Politik und Kultur nachgefragt, was man von der Entscheidung von Ministerpräsident Wüst hält.

2G-Regelung „gut“

Die Meinerzhagener Gastronomin Beate Malek begrüßt die Einführung von 2G. „Ich finde es gut, dass die 2G-Regelung beschlossen wurde“, meint die Inhaberin des Cafés Kaffeeklatsch an der Hauptstraße. „Die Ungeimpften dürfen gerne draußen sitzen, damit habe ich kein Problem“, sagt Beate Malek. „Aber der Innenbereich ist dann nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Und das finde ich auch richtig. Zudem ist es für meine Gäste wichtig, dass sie sich in meinem Café geschützt fühlen können“, macht sie deutlich. Darüber hinaus sei es ohnehin bereits seit geraumer Zeit so, dass die Gäste in der Regel Geimpfte und Genesene seien.

Hinzu kommt laut Wüsts Entscheidung vom Dienstag eine 2G-plus-Regel (also Geimpfte und Genesene jeweils plus zusätzlichem aktuellen Test). Diese soll für Situationen mit besonders hohem Infektionsrisiko gelten, also in Clubs oder auch bei Karnevals-Veranstaltungen.

Warnungen kaum bei Kulturveranstaltungen

Karl-Heinz Kraus, Vorsitzender des Vereins KuK (Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen), sagt im Gespräch, er gehe davon aus, dass für Kulturveranstaltungen die 2G-Regel und nicht die 2G-plus-Regel gelten wird. Der KuK-Vorsitzende verweist zudem darauf, dass nur ein sehr geringer Teil der Warnungen, die aus dem System der Luca-App generiert wurden, an Besucher von Kulturveranstaltungen gingen. Das zeigte eine anonymisierte Auswertung für den Oktober, bei der mehr als 181 000 ausgespielte Warnmeldungen analysiert wurden. Demnach betraf ein Großteil dieser Warnungen Clubs (49,1 Prozent) und Bars (23,2 Prozent). Auf Theater, Museen und Kultureinrichtungen entfielen zusammen lediglich 0,9 Prozent.

Mit Blick auf 2G sagt Karl-Heinz Kraus: „Wir können mit der 2G-Regel gut umgehen.“ Denn bereits in den vergangenen Wochen und Monaten, in denen noch 3G (geimpft, genesen oder getestet) galt, sei es so gewesen, dass weit mehr als 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher von KuK-Veranstaltungen Geimpfte seien.

Gegen „2G“

Raimo Benger ist Vorsitzender der UWG Meinerzhagen. Was die „Bundes-Ampel“ oder die CDU/FDP-Landesregierung in NRW beschließt, kann er sich aus neutraler Sicht anschauen. Zu 2G hat er allerdings eine Meinung, die von der des NRW-Ministerpräsidenten abweicht: „Es gibt Ungeimpfte, die sich teilweise nicht impfen lassen können. Auch die jetzt vom öffentlichen Leben auszuschließen, das ist für mich nicht richtig und auch nicht nachvollziehbar. Die Tests geben bei Covid-19 doch fast noch mehr Sicherheit“, meint er.

In diesem Zusammenhang betont der Meinerzhagener Politiker allerdings auch, dass er Hendrik Wüst generell sehr schätzt: „Er hat eine sehr gute Arbeit gemacht als Verkehrsminister. Und er ist ein Mensch, der sagt, was er denkt und danach handelt.“

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