34-jähriger Volmestädter muss zwei Jahre in Haft

Ein Schöffengericht des Amtsgerichts Lüdenscheid verurteilte einen Meinerzhagener jetzt zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung.

MEINERZHAGEN ▪ Keine Veranlassung zu einer Bewährungsstrafe sah jetzt ein Schöffengericht des Amtsgerichts Lüdenscheid nach der Verhandlung gegen einen 34-jährigen Meinerzhagener: Der Mann kassierte eine zweijährige Haftstrafe ohne Bewährung wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung.

In der Nacht auf den 25. Februar 2012 hatte er gemeinsam mit einem Mittäter das spätere Opfer in dessen Wohnung aufgesucht. „Das Ziel war die Entwendung von Wertgegenständen aus der Wohnung“, erklärte der Vorsitzende Richter Thomas Kabus in seiner Urteilsbegründung. Die beiden stark alkoholisierten Täter erbeuteten einen Laptop und eine Uhr und rissen eine Kette vom Hals des sich dagegen wehrenden Opfers. Dazu kamen weitere Wertgegenstände. Beim „Einsammeln“ kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit dem Opfer, von deren Brutalität Blutspuren an einem Schuh des Angeklagten zeugten, die vom Kopf des Opfers stammten. Zudem schlugen die Täter den Kopf des Opfers gegen einen Tisch. Bis heute habe er Sehstörungen, berichtete der Mann vor Gericht. Der Angeklagte sollte mit noch Schlimmerem gedroht haben: „Pass auf, sonst schneiden wir dir die Kehle durch!“

Er wisse auch nicht so recht, warum es zu diesen Angriffen gekommen sei, gab der Angeklagte vor Gericht ein Geständnis ab. Vergeblich aber versuchte er, „die eigene Gewaltanwendung herunterzuspielen“, wie es Richter Thomas Kabus formulierte. Die Täter seien mit „enormer Brutalität“ vorgegangen. Vorrangiges Ziel der Täter sei es gewesen, dem ihnen persönlich bekannten Opfer aus nichtigen Gründen „eine Lektion zu erteilen“. Angesichts der „besonderen Umstände der Begehung und der immensen Auswirkung bei der Gewaltanwendung“ stelle sich die Frage einer Bewährungsstrafe nicht, betonte Kabus: „Diese zwei Jahre sind zu vollstrecken.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. ▪ thk

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