2222 Briefwähler in Meinerzhagen

Nur wenige Bürger fanden sich im Ratssaal ein, wo Bürgermeister Pierlings die Ergebnisse bekanntgab.

MEINERZHAGEN ▪ Um 17.57 Uhr, exakt drei Minuten vor Schließung der Wahllokale, übergab ein Wähler noch im Rathaus der Stadt Meinerzhagen seine Briefwahlunterlagen. Gerade noch früh genug, damit auch diese beiden Stimmen für Kandidat und Partei noch gewertet werden konnten. Dieser Eifer allerdings war angesichts einer diesmal enttäuschend niedrigen Wahlbeteiligung von 52,4 Prozent eher die Ausnahme.

Im Rathaussaal, wo es im vergangenen Jahr naturgemäß am Abend der Kommunalwahl im August „proppenvoll“ war und auch bei der Bundestagswahl noch zahlreiche örtliche Parteienvertreter und interessierte Bürgerinnen und Bürger Interesse bekundeten, herrschte diesmal nahezu gähnende Leere.

Rinkscheid am schnellsten

Bürgermeister Erhard Pierlings übernahm gleichwohl in gewohnter Manier die Bekanntgabe der im Rathaus einlaufenden Einzelergebnisse aus den 20 Wahllokalen im Stadtgebiet und den drei Briefwahlbezirken. Am schnellsten war im Wahllokal ehemalige Schule Rinkscheid gezählt worden. Dieses Ergebnis konnte schon gegen 18.20 Uhr als erstes präsentiert werden. Als gegen 20.10 Uhr dann das Endergebnis auf Stadtebene feststand, nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit zu einem Dank an alle an der Organisation beteiligten ehrenamtlichen Wahlhelfer und die eingesetzten Mitarbeiter der Verwaltung: 140 Wahlhelfer waren in den 20 Wahllokalen im Stadtgebiet im Einsatz. 21 Helfer waren für die Bearbeitung und Auszählung der exakt 2222 Briefwahlstimmen zuständig. Fünf Helfer hatte man sozusagen als Springer und stille Reserve auf Abruf bereit gehalten.

20 Bedienstete halfen

Im Hauptamt der Stadt, zu dem auch Bürgerbüro und Wahlamt gehören, waren 20 Bedienstete der Stadt mit den anfallenden Arbeiten rund um das Wahlgeschehen betraut. Und vier Mitarbeiter des Baubetriebshofes schließlich sorgten für den Transport und die Bereitstellung der Wahlurnen und anderen benötigten Utensilien für das Wahlgeschäft in den Stimmbezirken. Insgesamt alle waren rund 190 Helfer in die Abwicklung eingebunden.

Der Bürgermeister konnte am Abend mit Freude und Dank konstatieren: „Alles hat bestens geklappt!“ Nach dem vierten Urnengang innerhalb von knapp zwölf Monaten gibt es jetzt erst einmal eine lange Phase ohne Wahlen. Die nächste turnusmäßige Wahlentscheidung wäre die Bundestagswahl im Jahr 2013. ▪ -fe

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