Unfall nach Drogen- und Alkoholkonsum

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Statue Justitia - Weniger Verfahren vor Gerichten

Meinerzhagen - Es hatte nur wenige Sekunden gedauert, bis der Wagen eines 22-Jährigen auf der Landstraße 306 in Richtung Marienheide entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen gekommen war.

„Ich bin etwa 70 gefahren. Die Straße war nass und ich habe die Kontrolle verloren“, berichtete der Mann im Amtsgericht Meinerzhagen, wo er wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss auf der Anklagebank saß. Es war die Nacht des 19. August.

Gemeinsam mit Freunden hatte der 22-Jährige etwas getrunken. Etwa 0,9 Promille hatte der Angeklagte zum Zeitpunkt des Unfalls. Er habe sich überschätzt, gedacht, noch fahrtüchtig zu sein, gab er zu. Doch das war er laut Richter nicht mehr. Der Unfall sei aufgrund des Alkohols im Blut, im Zusammenhang mit Cannabis passiert. Eine Blutprobe hatte THC beim Angeklagten nachgewiesen.

Bei dem Unfall war das Fahrzeug des Angeklagten von der Spur abgekommen, gegen einen hohen Bordstein geprallt und letztlich auf einer Verkehrsinsel gelandet. Die wurde dabei nicht beschädigt. Der Angeklagte sollte froh sein, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind, führte Richter Guido Varney dem Mann den Ernst der Lage vor Augen.

450 Euro Geldstrafe und sechs Monate Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis lautete am Ende schließlich das Urteil. Dass der 22-Jährige die Fahrerlaubnis direkt nach Ablauf der Frist zurück bekommt, konnte der Richter dem Mann übrigens nicht versprechen. Hätte der Angeklagte „nur“ die 0,77 Promille (anderthalb Stunden nach dem Unfall festgestellt) gehabt, wäre es wohl so gewesen.

Durch das zusätzliche Cannabis könnte es aber sehr gut sein, dass die Straßenverkehrsbehörde zusätzliche Auflagen wie einen Drogentest verlangt, bevor sie dem Meinerzhagener die Fahrerlaubnis wieder erteilt.

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