Meinerzhagener Polizei 2019: Noch näher am Bürger

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Kontrollen des fließenden Verkehrs – auch das ein Mittel der Polizei, das 2019 wieder angewendet werden soll.

Meinerzhagen - „Noch näher am Bürger sein.“ Polizeihauptkommissar Jörg Meier hat für das Jahr 2019 ein Ziel ausgegeben, das ihm besonders am Herzen liegt.

Der Chef der Meinerzhagener Wache hat aber auch einen Trend ausgemacht, dem er und seine Kolleginnen und Kollegen im kommenden Jahr verstärkt entgegenwirken wollen: „Die Handy-Benutzung am Steuer.“

Nah am Bürger – das ist für Meier in der Volmestadt bereits seit längerer Zeit Realität. „Wir haben Kontakt zu den Menschen, etwa durch unsere Bezirksbeamten André Ohle und Horst Kurte. Die gehören quasi zum Stadtbild“, ist Meier sehr zufrieden mit seinen „Streetworkern“. Polizisten unterwegs auf den Straßen – das, so der Hauptkommissar, werde auch in Zukunft so sein, die erfolgreiche Arbeit werde natürlich fortgeführt. 

„Jedes Unfallopfer ist eines zuviel“

Die Bearbeitung von Unfällen im Stadtgebiet ist Routine für die Beamten von der Oststraße. Schlimm wird es auch für sie, wenn Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. „Jedes Unfallopfer ist eines zuviel“, sagt Meier und fügt hinzu: „Unfallschwerpunkte, wie früher die Straße von Meinerzhagen nach Valbert – das war 2018 allerdings Fehlanzeige.“ 

Offensichtlich auch ein Resultat der polizeilichen Maßnahmen, wie zum Beispiel häufiger Geschwindigkeitskontrollen. „Schon mein Vorgänger Michael Stumpe war in dieser Richtung aktiv. Und inzwischen ist es dort deutlich besser geworden“, resümiert Jörg Meier. 

Nicht aus den Augen verlieren will Meier aber Straßen, die durchaus Gefahren bergen, auch wenn es dort eher selten zu gravierenden Unfällen kommt. Genannt seien hier die Schulwege, aber auch Landstraßen, die durch manche Unverbesserliche zu schnell befahren würden.

Zurück zu den Handys: Die Gefahr durch die Nutzung von Nachrichtendiensten oder Telefonate durch den Fahrer ist für den Hauptkommissar auf keinen Fall zu unterschätzen. Meier wundert sich immer wieder, wie sorglos einige Fahrzeugführer unterwegs zum Smartphone greifen. 

Rund um die Uhr Präsenz sei unmöglich

Er hält das für eine Zeiterscheinung: „Inzwischen scheinen einige Menschen regelrecht süchtig danach zu sein, können anscheinend auch beim Fahren nicht darauf verzichten. Hier möchten wir gegensteuern. Und das nicht nur durch die Aufklärung über Gefahren, sondern durchaus auch mit Hilfe von Repressalien.“ 

Und da haben der Polizeichef und seine Beamten durchaus „Argumente“ an der Hand. Wer am Steuer beim Handygebrauch erwischt wird, der kann mit empfindlichen Strafen rechnen. Punkte in der Verkehrssünder-Datei und Bußgelder ab 100 Euro drohen.

Überall auf Meinerzhagener Stadtgebiet rund um die Uhr präsent zu sein, das ist für die Polizei unmöglich. Durch Telefonanrufe, Streifen und über die Bezirksbeamten bekommt Meier allerdings ständig Rückmeldungen aus der Bevölkerung. „Wir reagieren dann unmittelbar“, berichtet er. Beschwert sich ein Bürger beispielsweise über „Raserei“ am Rothenstein, rücken Beamte aus und machen sich ein Bild vor Ort.

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