125. Geburtstag der Rolltreppe: Exemplar in Meinerzhagen seit 1969 in Betrieb

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Die Rolltreppe im Kaufhaus Gassmann nahm mit der Eröffnung der Filiale im Jahr 1969 ihren Betrieb auf.

Meinerzhagen - Wahrscheinlich hat jeder Bürger schon einmal auf ihr gestanden: die Rolltreppe im Kaufhaus Gassmann. Sie ist sogar die einzige der gesamten Stadt. „Die Rolltreppe gibt es schon so lange wie das Haus in Meinerzhagen“, sagt Inhaberin Christine Gassmann-Berger. Die hiesige Filiale wurde 1969 eröffnet. Folglich ist die dortige Rolltreppe, die vom Erd- ins Oberegeschoss des Kaufhauses führt, fast 50 Jahre alt.

Das ist schon eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass es gerade einmal 125 Jahre her ist, dass die Rolltreppe in den Vereinigten Staaten erfunden wurde. Seit Ende des 19. Jahrhunderts trat die Rolltreppe einen Siegeszug um die Welt an und prägt besonders das Stadtbild in Großstädten, ist auf Bahnhöfen und Kaufhäusern nicht mehr wegzudenken.

Der Unterhalt der Rolltreppe sei allerdings relativ kostspielig, sagt Gassmann-Berger. Sie müsse regelmäßig gewartet und vom Tüv überprüft werden. Besonders die Gummi-Bänder an den Armläufen nutzten sich ab und müssten erneuert werden.

„Es ist ein Kostenfaktor, aber ohne Rolltreppe geht es nicht“, meint die Kaufhaus-Chefin. Kunden mit Kinderwagen oder Rollatoren hätten allerdings manchmal Probleme auf die Rolltreppe zu kommen. Diese könnten dann den Aufzug nutzen, um in die obere Etage zu gelangen.

Rolltreppen-Historie

Am 16. Januar 1893 nahm in New York die erste Rolltreppe ihren Betrieb auf. Zwar nennen manche Quellen auch spätere „Geburtsdaten“. Klar aber ist: Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat die Rolltreppe einen weltweiten Siegeszug erlebt. Dieser ist eng verknüpft mit Jesse Wilford Reno, der 1892 im US-Bundesstaat Kansas ein Patent auf einen „Endless Conveyer or Elevator“ erhielt, also eine Art „unendliches Förderband“.

Diese Anlage bestand jedoch nicht aus keilförmigen Stufen, wie man es von heutigen Rolltreppen kennt, sondern aus einem Gummischrägband mit Holzplatten. Die erste Rolltreppe war also eher ein schräges Förderband. Das fünf Monate später erteilte Patent von George A. Wheeler, das später von Charles Seeberger erworben und weiterentwickelt wurde, sah schließlich eine Konstruktion aus beweglichen Stufen vor.

Ein noch früheres Patent von 1859, das bereits auf einem Konzept fahrender Stufen basierte, hatte sich jedoch als technisch zu kompliziert erwiesen. Anlagen nach diesem Konzept wurden nicht gebaut. Die erste Rolltreppe in Deutschland nahm 1898 im Kaufhaus Polich in Leipzig ihren Betrieb auf.

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