1,20 Meter langer Leguan ausgesetzt

Dieser Leguan wurde vor dem „Fressnapf“ in einem Pappkarton ausgesetzt.

MEINERZHAGEN ▪ „Das kann doch nicht sein!“ Bärbel Höll vom Kiersper Tierschutzverein Arche ist immer noch erbost. Der Grund: Ein Pappkarton, abgestellt vor dem Meinerzhagener Zoofachgeschäft „Fressnapf“ – darin: ein etwa 1,20 Meter großer Leguan!

Das Tier war am Samstag ausgesetzt worden. Die Mitarbeiterin fand den Karton mit der Aufschrift „Help! Leguan, drei Jahre“, als sie das Geschäft morgens öffnen wollte. Sie benachrichtigte sofort die Kiersper Tierschützerin und eine Lüdenscheider Kollegin, die sich mit diesen Reptilien auskennt. „Sie hat in einem Zoo gearbeitet und wusste glücklicherweise genau, wie man mit diesen Tieren umgehen muss“, war Bärbel Höll froh über diese Unterstützung.

In einem kleinen Raum wurde der Karton, in dem der Leguan bis dahin eingesperrt war, vorsichtig geöffnet. Erst als er sich in einem sicheren Griff befand, näherten sich auch die anderen Anwesenden dem Tier. „Es wusste ja vorher keiner, was einen da in dem Karton erwartet“, so Bärbel Höll, die froh ist, dass das große Tier durch Kontakte schließlich in Dortmund artgerecht untergebracht werden konnte.

„Ich kann es aber immer noch nicht verstehen, dass jemand sein Tier auf diese Weise loswerden wollte. Das ist doch auch nicht ungefährlich!“ Wer mit der Haltung eines so großen Reptils überfordert sei, sollte sich doch auf artgerechte Weise um Hilfe kümmern, fordert sie nachdrücklich. Die Meinerzhagener Polizei war am Samstag zu diesem Fall ebenfalls eingeschaltet worden. ▪ sim

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