1000 Liter Trinkwasser kosten nur 1,48 Euro

Meinerzhagens Wasserpreis bewegt sich laut einer aktuellen Übersicht deutschlandweit im mittleren Bereich.

MEINERZHAGEN ▪ 1000 Liter Trinkwasser – entsprechend einem Kubikmeter – der besten Qualität, geliefert von den Stadtwerken Meinerzhagen, schlagen auf der Verbrauchsrechnung aktuell mit 1,48 Euro einschließlich Mehrwertsteuer zu Buche. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt zahlt bei einem täglichen Verbrauch von 500 Litern 429 Euro im ganzen Jahr. Damit rangiert die Volmestadt bundesweit im Mittelfeld, wie ein aktueller Leitungswasser-Kostenvergleich zeigt.

Dabei gibt es regional große Unterschiede: Verbraucher in Rostock müssen laut der Untersuchung jährlich hunderte Euro mehr bezahlen als beispielsweise Menschen in Ingolstadt. Dies ergab eine eigene Erhebung der „Bild“ in bundesweit 80 Städten, wie die Zeitung am Mittwoch berichtete.

In Rostock zahlt der zu Grunde gelegte Musterhaushalt (vier Personen, 500 Liter Tagesverbrauch) demnach 535,71 Euro. Die günstigste Stadt in diesem Ranking ist Ingolstadt. Dort werden laut Bericht für den gleichen Verbrauch lediglich 204,60 Euro in Rechnung gestellt.

Die Abwasserkosten, die zum Teil an die Verbrauchsmenge gekoppelt sind, wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

An nordrhein-westfälischen Städten wurden bei dem Ranking berücksichtigt: Bergisch-Gladbach 525,39 Euro, Essen 513,74 Euro, Remscheid 511,64 Euro, Hagen 502,32 Euro, Witten 489,71 Euro, Solingen 487,28 Euro, Dortmund 477,96 Euro, Mühlheim 464,85 Euro, Oberhausen 464,85 Euro, Krefeld 455,95 Euro, Gelsenkirchen 448,38 Euro, Herne 448,38 Euro, Recklinghausen 448,38 Euro, Bochum 430,72 Euro, Münster 427,61 Euro, Aachen 419,06 Euro, Siegen 418,38 Euro, Hamm 417,58 Euro, Bonn 414,29 Euro, Köln 408,67 Euro, Bielefeld 407,59 Euro, Düsseldorf 406,96 Euro, Leverkusen 403,06 Euro, Duisburg 396,39 Euro, Wuppertal 386,63 Euro, Moers 384,51 Euro, Mönchengladbach 383,40 Euro, Paderborn 349,25 Euro, Neuss 347,89 Euro,

Für Michael Berkenkopf, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Meinerzhagen, ist auch dieser Kostenvergleich „nur bedingt als objektiv einzustufen“. Seiner Meinung fehlen zusätzliche Informationen, um den jeweiligen Verbrauchspreis korrekt einordnen zu können. So spiele zum Beispiel bei der Kalkulation auch Alter, Zustand und Länge des jeweiligen örtlichen Trinkwasserleitungsnetzes eine nicht unerhebliche Rolle. Auch die spezifischen topografischen und geologischen Bedingungen seien von Belang. Meinerzhagen sei mit seinen rund 114 Quadratkilometern die größte Flächengemeinde im Kreisgebiet. Entsprechend lang mit rund 200 Kilometern muss das Trinkwassernetz sein. Um auch höher gelegene Ortsteile versorgen zu können, müssen auf dem Stadtgebiet insgesamt zehn Hochbehälter vorgehalten werden.

Ein weiterer Faktor sei zudem die Versorgungssicherheit. Die sei in Meinerzhagen durch gleich zwei Bezugsquellen über den Ruhrverband aus der Fürwigge und den Aggerverband aus der Genkeltalsperre besonders hoch. Wie wichtig es sei, über mehrere Standbeine verfügen zu können, habe sich erst jüngst gezeigt, als vorübergehend wegen einer Wasserverunreinigung die Trinkwasserförderung aus der Fürwigge hatte unterbrochen werden müssen, verdeutlicht Berkenkopf gegenüber der MZ.

Horst von Hofe

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