Zwölf Tonnen Hilfsgüter für die Ukraine

+
Der Lastwagen ist inzwischen in der Ukraine angekommen. 1900 Kilometer liegen zwischen Kierspe und der ukrainischen Gemeinde Bila Zerkwa. - Fotos: privat

Kierspe - Die Verantwortlichen des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ schickten jetzt wieder einen bis unter das Dach vollgeladenen Lastwagen mit Hilfsgütern in die Ukraine.

Der Hilfstransport nach Bila Zerkwa füllte einen Lastzug mit Motorwagen und Anhänger und umfasste 11,5 Tonnen Kleidung, Schuhe und Wäsche. Hinzu kamen 300 Kilogramm Spielzeug, 14 Matratzen, 16 Fahrräder und je vier Kinderwagen und Nähmaschinen.

In Rekordzeit den Laster beladen

Diese Hilfsgüter wurden seit Januar von der Bevölkerung des Märkischen Kreises gespendet und von den Mitarbeitern des Vereins sortiert, verpackt und für den Transport bereitgestellt. Etwa 15 Helfer beluden den kompletten Lastzug jetzt in gerade einmal 75 Minuten.

Transportiert wurden die Hilfsgüter vom Missionswerk „Friedensstimme“ in Marienheide. Das Werk hat einen Stützpunkt in der Nähe von Bila Zerkwa – im selben Ort, wo der Ansprechpartner für „Kinder von Tschernobyl“ seinen Sitz hat. „Für die gute Zusammenarbeit möchten wir dem Missionswerk ausdrücklich danken“, sagt Vereinssprecher Helmut Willnat.

Armenküche vom Verein finanziert

Die wirtschaftliche Situation der Bürger in der Ukraine hat sich durch den Krieg im Osten des Landes verschlechtert. „Wir sind sehr glücklich, dass wir in Bila Zerkwa mit Pastor Stepan Gubatij und seiner evangelischen Kirchengemeinde Partner haben, die sich sehr für die Not leidenden Menschen einsetzen“, sagt Willnat.

Die Hilfsgüter, darunter Spielzeug, Kleidung und Fahrräder, hatten Bürger des Märkischen Kreis gespendet.

Zusätzlich zur Verteilung der Hilfsgüter betreibt die Gemeinde eine Armenküche, in der an jedem Werktag etwa 50 Personen ein Mittagessen erhalten. Diese Arbeit wird ebenfalls vom heimischen Verein finanziert.

Mit Gisela Steinbach, Antje Krings-Hawlina und Willnat werden bis nächste Woche drei Vorstandsmitglieder vor Ort sein, die Kooperationspartner besuchen und die Verteilungsarbeit der Hilfsgüter koordinieren.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare